Der „Order of Bards, Ovates & Druids“ (OBOD) stellt sich vor

Auch der OBOD ist auf unserer Veranstaltung vertreten. Wie versprochen gibt es nun hierzu auch einen deutschsprachigen Vorstellungstext, übersetzt von Bianca (OBOD):

obodDer „Order of Bards, Ovates & Druids“ ist eine weltweit agierende Gruppe, die sich dem Praktizieren, dem Lehren und der Entwicklung des Druidentums, als einer wertvollen und inspirierenden Spiritualität, widmet.

  • Der Order wurde vor über 50 Jahren in Großbritannien von dem Historiker und Dichter Ross Nichols, der Schriftstellerin und Gründerin der Tolkien Society Vera Chapman und anderen Mitgliedern des „Ancient Druid Orders“gegründet, der sich in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts aus dem Druiden „Revival“ entwickelte, das in etwa vor 300 Jahren begann.
  • Der Orden ist im Wesentlichen eine Mysterienschule und Gemeinschaft und der Begriff „Order“ ist aus der Tradition der Magischen Orden und nicht aus der Tradition der religiösen Orden abgeleitet. Weder der Order noch das Druidentum sind ein Kult. Ein Kult dreht sich immer um eine Persönlichkeit, einen charismatischen Führer oder eine bestimmte Gottheit oder Heiligen. Der Order und das Druidentum haben keine dieser Eigenschaften. (Anmerkung: Obwohl der aktuelle Ordensführer Philip Carr-Gomm durchaus eine sehr charismatische Persönlichkeit ist).
  • Beide Prinzipien, sowohl das Feminine als auch das Maskuline, werden gefeiert und sind in den Lehren des Ordens und den Mitgliedern vertreten. Der Orden ist nicht patriarchalisch oder bevorzugt Männer. In den Führungspositionen sind viele Frauen vertreten und mehr als die Hälfte der Mitglieder sind weiblich.
  • Die Mitgliedschaft im Orden ist offen für Anhänger aller Glaubensrichtungen, ist unabhängig vom Geschlecht, der sexuellen Orientierung und der ethnischen Herkunft. Aktuell gibt es mehr als 17.000 Mitglieder in 50 Ländern.
  • Obwohl viele Mitglieder das Druidentum alleine lernen und praktizieren, gibt es über 130 Gruppen auf der ganzen Welt, die die Möglichkeit bieten, andere Mitglieder zu treffen und gemeinsam zu feiern. Zusätzlich zu den Gruppen, organisiert der Orden Versammlungen, Camps, Konferenzen und Workshops. Auf der Unterseite „Community“ auf der Webseite „Druidry.org“, finden Sie weitere Informationen zu Veranstaltungen.
  • Der Orden bietet eine umfassende Druiden-Ausbildung in sieben Sprachen über seinen Fernstudiengang, der ein persönliches Mentoring-Program, Camps und Versammlungen in vielen Ländern, eine monatliche Zeitschrift und Mitglieder Internetforen umfasst. Darüber hinaus fördert der Orden ein „Sacred Grove“ (Heiliger Hain) Pflanzprogammm eine Kampagne für Ökologische Verantwortung und unterstützt drei „Tree-Planting“ Wohltätigkeitsorganisationen: „Trees for Life“, „Tree Aid“ und „ The Woodland Trust“.
  • Der Orden bietet seinen Mitgliedern auch Schulungen in „Celebrancy“ (Die Kunst, Hochzeiten, Beerdigungen und andere Übergangsriten zu leiten) und Unterrichtsmaterial in Form von Büchern, Audios und Workshops für Menschen, die sich für die Tradition des Druidentums interessieren.

 

Was ist Wicca?

An unserer Veranstaltung am 29. August 2015 nehmen auch Vertreter*innen von Wicca teil.

Arion hat uns einen Text zur Verfügung gestellt, der darüber informiert, was unter „British Traditional Wicca“ zu verstehen ist. Wer sich genauer informieren will kann auf der Veranstaltung mit Wicca sprechen oder sich im Forum „Hexenzirkel“ informieren und nachfragen.

Wiccan_Triple_Moon
Der dreifache Mond – ein Symbol der Göttin in ihrer dreifachen Gestalt.

Was ist Wicca? – Von Arion

Ursprünglich war Wicca die Bezeichnung für die Angehörigen einer Hexengemeinschaft, die von Gerald B. Gardner in den 40er/50er Jahren des 20. Jahrhunderts begründet wurde. Heute wird der Begriff Wicca ebenfalls synonym für die Wicca-Tradition mit ihren vielfältigen Strukturen und Liturgien verwendet. Die Mitglieder dieser Tradition verstehen sich alle als Hexen – da es jedoch auch Hexen außerhalb der Wicca-Gemeinschaft gibt, sind nicht alle Hexen gleichzeitig auch Angehörige der Wicca-Gemeinschaft.

Wicca verstehen sich als die Angehörigen einer naturverehrenden Mysterientradition oder eines Mysterienkultes und die einzige Möglichkeit, in die Wicca-Gemeinschaft aufgenommen zu werden, ist die Einweihung in das Mysterium, die Initiation genannt wird. Eines der spirituellen Ziele im Wicca ist die Wiedervereinigung mit den Lebenskräften der Natur und so treffen sich Gruppen von Männern und Frauen bei Vollmond und an bestimmten Feiertagen, um ihre Energie zu wecken und sich mit den Kräften der Natur ins Gleichgewicht zu bringen.

Wicca glauben, dass sich die Götter in der Natur zeigen und aus diesem Grund wird die gesamte Schöpfung als heilig angesehen. Als Ausdruck ihrer naturverbundenen Spiritualität verehren Wicca das Göttliche in seiner männlichen und weiblichen Form, als Gott und als Göttin. Die Göttin ist die Natur selbst und dem animistischen Grundgedanken folgend ist sie daher immanent in jedem Teil der Schöpfung, sei es Mensch, Tier, Pflanze oder auch die unbelebte Natur. Als Göttin des Mondes zeigt sie sich ebenfalls mit ihren drei Gesichtern als Jungfrau, Mutter und weise Alte und sie hat – ebenso wie der Mond – auch ein dunkles Gesicht.

Der Gott ist Ausdruck der Schöpfungskraft – schaffend, erhaltend und zerstörend, ständig im Wandel begriffen, ebenso wie die Natur. Je nach Jahreszeit wird er im Wicca in seinen verschiedenen Formen verehrt: als gehörnter Jäger, Gott des Waldes und der Natur, als strahlender König des Sonne und des Himmels und auch als düsterer Herrscher der Unterwelt und des Todes.

goddess
Die Darstellung der Göttin aus „Die Nebel von Avalon“, 2001

Die Göttin hält alles im Gleichgewicht, Gut und Böse, Tod und Wiedergeburt, das Raubtier und seine Beute. Ohne sie würden Chaos und Zerstörung herrschen. (Filmzitat „Die Nebel von Avalon“).

Die Namen der Götter variieren in den unterschiedlichen Traditionen: Aradia und Cerridwen sind allgemeine Namen für die Göttin, der gehörnte Gott wird mit Cernunnos (der Gehörnte) oder Herne bezeichnet. In einigen Traditionen betrachtet man die Namen der Götter als so heilig, dass sie selbst in den Ritualen nur als „die Herrin“ und „der Herr“ angesprochen werden. Aber wie auch immer Hexen ihre Götter benennen, alle Göttinnen und Götter, auch die anderer Glaubensrichtungen, werden als unterschiedliche Aspekte des universellen göttlichen Geistes verehrt.

Wicca lehrt uns viele Wege, sich mit dem Göttlichen zu verbinden und durch das Eins-Sein mit den Naturkräften in uns und in der umgebenden Welt streben wir nach innerem und äußerem Gleichgewicht mit der Erde und ihren Geschöpfen. Viele Hexen beschäftigen sich ausgiebig mit den Mythen der Vergangenheit, Mysterienspielen, alter Dichtkunst und alten Gesängen. Ein großes ökologisches Bewusstsein und der Schutz unserer Erde ist ein Hauptanliegen in der Wicca-Tradition.

Warum Zusammenarbeit notwendig ist

Dieses Video ist einfach teilenswert und was es uns sagt ist einer der Gründe, warum uns allen hier die Zusammenarbeit wichtig ist. Repektiert Verschiedenheit – aber arbeitet zusammen, damit alle in Würde leben können und unsere Natur bewahrt wird!


„Chevaliers De Sangreal“ von Hans Zimmer (Google Play • iTunes)

„Was wäre, wenn wir die ganze Menschheit auf ein Dorf von 100 Einwohner reduzieren würden, aber auf die Proportionen aller bestehenden Völker achten würden?!

Ein spannendes Gedanken Experiment, das nicht einmal so „theoretisch“ ist. Nein, im Gegenteil eine sehr ernst zu nehmende Sache, ist das!

(Bitte beachte, dass heute, nicht mehr alle Zahlen korrekt sind.)“

Facebook: Das globale Dorf

Aktion „Wir Heiden“

 

Ebenfalls auf unserer Veranstaltung am 29. August zu Gast ist Ydalir und die Aktion „Wir Heiden“.

Das Logo ist schon seit längerer Zeit rechts oben auf dieser website zu sehen. Die Buttons wurden auf einigen der Berliner Heiden-Stammtische verteilt.

Was steckt dahinter?

„Mir begegnen immer wieder Menschen, die sich als Heiden durch ihr Äußeres zeigen. Aber viele Heiden “fremdeln”, haben Angst vor den üblichen Konfrontationen oder sind misstrauisch. Als ich in 2014 an Voenix Event um die Bonifatius-Statue in Fritzlar teilnahm, hat letzerer “Ich war dabei”-Buttons verkauft und daraus entstand der Gedanke, einen Button als Türöffner für Kontaktaufnahmen unter Heiden zu entwerfen, der möglichst preiswert unter die Leute gebracht werden soll.

Das Ergebnis ist, wenn es klappt:

  • Mit dem Button outet man sich.
  • Es bildet sich eine Gemeinschaft ohne Verein, ein WIR.
  • Es kommt zu Kontakten, die vorher vielleicht nicht möglich gewesen wären.“

Schon der Entstehungsprozess war spannend: Welches gemeinsame Symbol stellen wir als Heiden in den Mittelpunkt? Welche Symbole werden sonst zu sehen sein, wie sind sie angeordnet?

Was hinter den einzelnen Symbolen steckt, die brigens auch nicht den Anspruch haben, die unglaubliche Vielfalt der Richtungen komplett abzubilden, ist auf einem Flyer dargestellt.

Flyer der Aktion „Wir Heiden“ über die Symbole

Buttons und Flyer gibt es dann auf unserer Veranstaltung und die Möglichkeit mit Ydalir ins Gespräch zu kommen.

Website der Aktion „Wir Heiden“

„Kessel On Tour“ bei „Paganen Wegen und Gemeinschaften“

HB007_Kesseltour_1Am 29. August haben wir auf unserer Veranstaltung auch Besuch aus Österreich.

James Vermont plant ein neues Magazin namens „Der Kessel“ für Naturverehrung, Vielgötterei, Magie und Hexenkunst. Deshalb besucht er zahlreiche Vereine, Gruppen uns Stammtische im deutschsprachigen Raum. Dabei entstanden und entstehen auch Interviews, die als podcast zur Verfügung stehen.

Er wird sein Projekt kurz vorstellen und hofft mit vielen Mitwirkenden und Gästen ins Gespräch zu kommen.

Wir freuen uns auf das Treffen und auf ein neues spannendes Magazin.

Hörbarium – über Wesenheiten und Weltsichten: „Der Kessel“ On Tour

 

 

Ár nDraíocht Féin (ADF): Eine druidische Gemeinschaft stellt sich vor

Ein weitere religiöse Organisation, die an unserem Programm „Pagane Wege und Gemeinschaften“ zur Langen Nacht der Religionen Berlin 2015 mitwirkt ist

adfÁr nDraíocht Féin (ADF): Eine druidische Gemeinschaft

Wurde 1983 gegründet und ist seit 1990 eine eingetragene gemeinnützige, internationale Religionsgemeinschaft mit mehr als 1500 Mitgliedern. Unsere Tradition umfasst alle indogermanischen Religionen und geht den Mittelweg zwischen der möglichst genauen Rekonstruktion alter heidnischer Religionen und dem neuheidnischen Revival des 20. Jahrhunderts.

Unser Ziel ist es die Götter und Geister zeitgemäß zu verehren:

  • Durch öffentliche Riten
  • Leicht zugängliche und kostengünstige religiöse Ausbildung
  • Eine spirituelle Beziehung mit der Erde
  • Eine blühende pagane Kultur in der Familie und Gemeinschaft

In unseren Festen und Zeremonien verehren wir die Göttinnen und Götter, Naturgeister und Ahnen.

Wir feiern meist in der Natur. Eine große Rolle spielen bei uns Himmel, Land und Meer, sowie die Unterwelt, Oberwelt und Mittlere Welt. Einen besonderen Platz erhält Mutter Erde.

Zusätzlich werden in den Hainen auch soziales Engagement und Naturschutz gefördert.

Die Mitgliedschaft ist offen für alle aufrichtigen Menschen, unabhängig ihrer Herkunft. Mitgliedschaft in mehreren Gemeinschaften ist erlaubt. Wir verstehen uns vornehmlich als Kultusgemeinschaft, das bedeutet, dass die gemeinsame Praxis, die gemeinsame Liturgie, im Vordergrund steht und weniger ein geteilter Glaube. Daher finden sich in unseren Reihen eine Vielzahl unterschiedlicher Weltanschauung und Konzepte.

Ein Vorstand, „Mutterhain“ genannt, lenkt unsere Organisation. Wahlen finden regelmäßig statt. Unsere lokalen Haine sind semi-autonom, die jeweils ihre eigenen Traditionen, Bräuche und Formen unserer Riten leben. Diverse Untergruppen kümmern sich um die Ausbildung von Kunstfertigkeiten (Gilden), Vertiefung von Kulturpfaden (Sippen), initiatorische Arbeit (Orden), sowie den Austausch unterschiedlicher gemeinsamer Interessen.

In Deutschland existieren zur Zeit zwei Protohaine: Adrana Hain (Nordhessen) und Clan der grünen Mutter (Sachsen), die regelmäßig offene Jahreskreisfeste anbieten.

Viel Kommunikation findet aktuell noch auf Englisch statt, wobei bereits ehrenamtliche Bemühungen stattfinden, die Materialien zu übersetzen und eine eigene deutschsprachige Mailingliste vorhanden ist.

Die Website von Ár nDraíocht Féin findet ihr unter http://www.adf.org
Informationen auf Deutsch findet ihr unter http://www.sternenkreis.de/index.php/druidentum/ar-ndraiocht-fein-adf/deutsch

Und ein schönes Video dazu:

Weitere Veranstaltung in Berlin: Voenix liest

gehoernterGleich nach der Langen Nacht der Religionen geht es weiter:

Der Autor, Künstler und Mythenforscher Voenix stellt sein Werk „Der Gehörnte – auf der Suche nach einem der ältesten Archetypen der Menschheit“ vor.

30. August, 14:00 bis 19:00 Uhr, Wartenberger Hof

Dauer der Veranstaltung mit Lesung und Ritual ca. 5 Stunden

Eintritt kostenfrei.
Anmeldung vorab erwünscht

 

Weitere Informationen zum Event

Lammas / Lughnasadh – Das erste Erntefest

Wir wünschen allen ein wunderschönes Fest – feiert die erste Ernte und den vollen Mond!

Da auch wir heute ausgiebig (weiter-)feiern gibt es erst kommende Woche einen kleinen Artikel über die Sommerfeste, gerade auch im Blick darauf, dass wir bei der Langen Nacht der Religionen in der Energie dieser Feste stehen und sie mit allen in dieser Stadt teilen wollen.


music and lyrics: Hulló Eső

Wir ehren die Natur, die Göttinnen und Götter, die Gaben der Erde für das Leben

Ein Opfer- und Danklied an die gute Mutter Erde.
Text/Gesang: Hilde Brun (Blotring)

Verdandihilfe – Polytheistischer Beistand

Ein weiteres Projekt ensteht in Zusammenarbeit verschiedener heidnischer und paganer Vereine, Organisationen und Einzelpersonen.

Wir geben hier den Gründungsaufruf der „Verdandihilfe – Polytheistischer Beistand“ bekannt. Es werden noch engagierte Menschen gesucht, die sich am Aufbau des Projektes beteiligen:

Verdandihilfe – Polytheistischer Beistand

ist eine Privatinitiative von Leuten aus verschiedenen naturreligiösen Richtungen in Deutschland. Entstanden ist diese Initiative aus der Erkenntnis, dass es ein Bedürfnis nach freundschaftlich-spiritueller Unterstützung für naturreligiöse Menschen gibt, die sich in einer Krankheitskrise befinden.

Die Schutzherrin unseres Netzwerks ist Verdandi, eine der drei Nornen, die am Fuße des Weltenbaumes Yggdrasil sitzen und das Schicksal der Menschen bestimmen. Die erste Norne Urd spinnt den Lebensfaden, die zweite Norne Verdandi verwebt ihn zum persönlichen Lebensgeflecht und die dritte Norne Skuld schneidet den Lebensfaden ab, wenn die Zeit gekommen ist. So wie Verdandi die Lebensfäden der Menschen zu einem Ganzen verwebt, so möge sie auch unser Netzwerk behüten und inspirieren.

Wer sind wir?

Wir kommen aus verschiedenen naturreligiösen Gemeinschaften und Vereinen, darunter der Verein für germanisches Heidentum, die Heidnische Gemeinschaft, die Reclaiming-Gemeinschaft, der Eldaring und die Pagan Federation International Deutschland.

Obwohl etliche von uns Profis im medizinischen oder therapeutischen Bereich sind, verstehen wir uns als eine spirituelle Privatinitiative unter Freunden, die keinesfalls eine ärztliche Behandlung oder Psychotherapie ersetzen kann und soll.

An wen richtet sich das Angebot?

Die Zielgruppe unserer Initiative sind Leute, die sich als naturreligiös, pagan oder heidnisch verstehen und sich in einer Situation befinden, in der sie seelische Unterstützung aus der Perspektive ihres Glaubens brauchen. Für den Anfang beschränken wir unser Hilfsangebot auf Situationen von Krankheit, Sterben und Tod.

Was bieten wir an?

Wir hören zu. Wir geben Mitgefühl. Wir kommen ins Krankenhaus. Je nach Bedürfnis bieten wir ein Gebet, einen tröstenden Text, ein kleines Ritual, eine Meditation oder ähnliches an.

Wie finde ich Beistand?

Beginn ab Januar 2016.

Schreibe eine Email an info@verdandihilfe.de. Gib deinen Namen, deine Emailadresse und deinen Wohnort an. Beschreibe kurz, worum es bei dir geht und ob du Unterstützung in einer bestimmten spirituellen Tradition möchtest. Deine Anfrage wird an mögliche Kontaktpersonen weitergeleitet und du wirst innerhalb kurzer Zeit Antwort erhalten.

Was kostet die Verdandihilfe?

Wir sind ein Netzwerk von Ehrenamtlichen. Unsere Arbeit ist kostenlos. Nur wenn Sachkosten oder Reisekosten entstehen, müssen diese erstattet werden.

Wer kann mitmachen?

Wir brauchen dringend noch mehr Leute zur Mitarbeit und freuen uns über alle, die sich beteiligen wollen!

Bei Interesse bitte eine Email an info@verdandihilfe.de schicken!

Website: www.verdandihilfe.de

Der Zirkel „Wardarad“ stellt sich vor

Eine weitere Gruppe, die an der Veranstaltung der Paganen Wege und Gemeinschaften teilnimmt und diese mit organisiert ist der Hexen- und Magiezirkel „Wardarad“, der sich hiermit vorstellt:

—————-

wardaradWir verstehen uns als freier, eklektisch arbeitender Zirkel von Hexen und Magierinnen und Magiern. Wir lernen gemeinsam und voneinander und wollen uns gegenseitig in der spirituellen und magischen Entwicklung unterstützen.

In unserem Zirkel sind alle Mitglieder gleichberechtigt. Wir kennen weder Ränge noch Grade, egal welche Ränge oder Grade unsere Mitglieder in anderen Zusammenhängen bekleiden. Wir sind basisdemokratisch und konsensual organisiert. Aufgaben werden innerhalb des Zirkels verteilt, bedeuten jedoch nie dass einer oder eine von uns die Gruppe leitet.

Wir arbeiten mit Elementen verschiedener Traditionen und Richtungen und respektieren jedes Pantheon, mit dem eine/r von uns arbeiten möchte.

Unsere Rituale werden gemeinsam vorbereitet und erschaffen. Daran sind nach Möglichkeit alle beteiligt genauso wie an der Gestaltung und am Ablauf. Elemente aus unseren mitgebrachten Traditionen und aus erworbenem Wissen werden dabei zu einem gemeinschaftlichen Ritual verwoben, das für alle von Wirksamkeit ist und die Göttinnen und Götter, die Ahnen und die Geistwesen einbezieht, ehrt und uns stärkt.

Wie man an der von uns gewählten Symbolik und den Inhalten sehen kann fühlen wir uns sowohl nordisch-germanischen als auch keltischen Wurzeln verbunden. Uns ist eher an den Gemeinsamkeiten als den Unterschieden gelegen.

Der Inhalt unserer Rituale ist neben persönlichen Anliegen das Feiern des Jahreskreises und damit das kontinuierliche Eingestimmtsein auf den zyklischen Ablauf der Natur und des Lebens. Alle Arten von Veränderungen im Leben, das Auf und Ab von Energien kann durch Rituale begleitet werden: Familiäre Ereignisse, Beginn und Ende von Arbeitszusammenhängen, Reinigung und Weihe von magischen Werkzeugen wie Runensets, Stäben und Amuletten. Dabei war zum Beispiel die erste Hochzeit innerhalb unseres Zirkels gerade ein besonderer Höhepunkt.

Wir erachten die Natur um uns und in uns als miteinander verbunden und heilig. Aus diesem Grundsatz leiten wir unser Handeln ab, sowohl im Alltag als auch in der Magie.

Für uns bedeutet es:

  • Ehre die Natur. Ehre die Göttinnen und Götter. Ehre die Geistwesen.
  • Lerne deine Wurzeln und Ursprünge verstehen.
  • Verbinde dich mit deinen Ahnen. Ehre sie.
  • Studiere altes und neues Wissen, seien es fast vergessene Schätze wie Kräuterwissen, Runenwissen, Kabbala oder moderne Erkenntnisse der Naturwissenschaft, Philosophie oder Psychologie.
  • Tu was du kannst um ein besseres gemeinsames Leben zu ermöglichen, für dich, für andere, für alle Wesen.
  • Lerne deine eigenen Grenzen zu respektieren. Erweitere sie und wachse. Respektiere die anderer im Kreis und hilf ihnen zu wachsen.
  • Lebe mit offenem Geist und halte nie eine Hypothese für den letzten Schluss der Weisheit.

Wir gehen alle „bürgerlichen“ Berufen nach. Dennoch ist für uns die magische Arbeit kein Hobby, sondern wir verstehen unsere Überzeugungen als anderen Religionen und Weltanschauungen gleichrangig. Der Begriff Hexe ist für uns kein Schimpfwort und auch Magierinnen und Magier und Druiden entstammen nicht irgendeinem Fantasy-Universum.

Unsere Mitglieder sind teilweise auch in anderen Vereinen und Gruppen aktiv, wir haben Mitglieder der Pagan Federation Deutschland e.V. und des OBOD (Order of Bards, Ovates and Druids) in unseren Reihen.

Wir wollen uns mit anderen heidnischen und paganen sowie interreligiösen Projekten vernetzen. Wir halten die Zeit für gekommen, dass sich die große, unglaublich vielfältige Gemeinschaft der Heiden aufeinander einlässt und zu gemeinsamen Schritten findet ohne dass jemand sich gezwungen fühlt, eigene tiefe Überzeugungen aufzugeben. Das ist in der gesamten Gesellschaft mit ihren diversen Religionen und Weltanschauungen notwendig, damit nicht Gewalt, Tod und Vernichtung unsere Zukunft bestimmen, sondern ein Leben aller Wesen auf unserer Erde miteinander möglich ist.

glastonbury
Glastonbury Tor Foto (c) Wardarad Zirkel

Der Name „Wardarad“ setzt sich aus „Ward(a)“ (protogermanisch) zusammen, der einen Turm auf einem Hügel bezeichnet. Dieser Turm wird errichtet, wenn man diesen zuvor noch unbekannten Ort erreicht hat. In ihm findet man Schutz und kann das was man erkannt hat überblicken. Man wagt einen Blick weit hinaus auf alles was in noch unbekannter Ferne liegt. Von dort aus kann man wieder aufbrechen, aber nicht ohne das Gefühl, ein geschütztes Heim „im Rücken“ zu haben. „Rad“ (protogermanisch) steht für den Kreis. Der Kreis ist ein magischer Schutz, der zum Beispiel in Ritualen heiligen Raum, unseren Tempel erschafft.

Zugleich ist der Kreis das Bild für unser Verhältnis im Zirkel untereinander: Es gibt für uns keine allein leitenden hervorgehobenen Personen innerhalb des Kreises, die Energie ist durch den Kreis stets in Bewegung.
Ein drittes Symbol ist damit verbunden: Wir feiern gemeinsam den „Jahreskreis“ aus den vier Sonnenfesten und den dazwischen liegenden Festen, die sich in besonderer Weise mit dem Lauf von Potential, Wachstum, Reife und Tod als Zyklus der Natur und des Lebens.

Ein Name aus dem Protogermanischen wurde gewählt, da diese Sprache den gemeinsamen Ursprung für das Deutsche, Niederländische, skandinavische Sprachen und auch das Englische darstellt.

Ebenso sind die Runen eines der ältesten Schriftsysteme der Erde, das zudem von tiefer magischer Bedeutung ist und bildet den Rahmen um unser Sonnenrad und Jahreskreissymbol so wie das Wissen stets der Rahmen für das Feiern miteinander und die Ehrung der Göttinnen und Götter ist.

Unsere Website: www.wardarad.de

Der Blótring – freie Heidengemeinschaft (Asatrù) stellt sich vor

Eine weitere Gruppe, die an der Veranstaltung „Pagane Wege und Gemeinschaften“ mitwirkt ist die Asatrù-Gemeinschaft „Blótring“. Die Gruppe stellt sich mit ihrer Beschreibung vor – wir freuen uns dass sie dabei sind:

yggdrasil
Depiction of the World-tree Ygdrasil for an illustration project around Scandinavian mythology. Collage in Photoshop by Rune Brimer (c) Creative Commons

Liebe interessierte Leser,
im Folgenden eine kleine Beschreibung des ‚Blótring – freie Heidengemeinschaft‘ (Asatrù).

Wir sind eine kleine, basisdemokratisch organisierte Gruppe von freien, d.h. nicht vereinsgebundenen HeidInen, die in steter Regelmäßigkeit den Jahreskreis gemeinsam feiern. Dies tun wir vornehmlich in der freien Natur, wo uns deren Verehrung am besten gelingen möchte. Wir gehen davon aus, dass die Natur beseelt ist, uns also als Ausdruck göttlicher bzw. andersweltlicher Wesenheiten erscheint. Sie umgibt und umfließt uns, ob nun auf den Kultfesten oder im Alltag.

Wie im wahren Leben unter uns Menschen gilt auch für unsere Beziehung zu den Andersweltlichen, dass kleine Geschenke die Freundschaft erhalten. So bringen wir also unsere Verehrung für die uns nahestehenden Götter und Wesenheiten durch kleine Opfergaben zum Ausdruck. Dies können Pflanzen- Speisen-, Trank- oder, Rauchopfergaben sein. Und frei nach dem Motto ‚Gabe verlangt Gegengabe‘ halten wir dann auch im Gegenzug unsere Opferbitten ab. Dabei bitten wir darum, dass wir an den Kräften der jeweils Beschenkten teilhaben mögen, auf dass wir als Menschen die jeweils gewünschte Handlungsfähigkeit, Haltung oder Ähnliches in einer bestimmten Angelegenheit erlangen mögen. Die Opferbitten zu den Kultfesten werden im Allgemeinen privat, also von den anderen Blótleuten ungehört vorgetragen. Es gibt aber auch, die Gemeinschaft betreffende ‚öffentliche‘ Bitten, die in der Runde, für alle Anwesenden vernehmlich, vorgebracht werden. Die Teilnahme ist natürlich freiwillig.

Da wir in unserer Gruppe keineN KultleiterIn haben, verteilen sich die Aufgaben bei den Blóts (Kultfesten) möglichst gleichmäßig auf alle TeilnehmeInnen. JederR von uns kann, so gewünscht, ein Horn weihen, eine Anrufung sprechen oder andere kultische Handlungen vornehmen. Dies geschieht zumeist nach Absprachen, damit sich jedeR im Vorfeld auf die anstehenden Aufgaben vorbereiten kann. Hierbei gibt es zwar einen Leitfaden, wie die jeweilige kultische Handlung aussehen könnte, aber probieren geht ja bekanntlich über studieren. JedeR HeidIn kann sich also der Unterstützung der Anwesenden sicher sein, wenn er/sie z.B. eine kultische Handlung zum ersten Mal in der Gruppe durchführt.

Wenngleich wir uns mit unserer Verehrung an die vorchristlichen, also alten Götter und Wesenheiten richten, sehen wir uns dennoch nicht als Ausübende einer alten Religion oder gar Tradition. Es ist uns bewusst, dass wir in einer anderen Zeit leben, als unsere Ahnen und dass diese ebenfalls anders leben würden, wenn sie dies zu unserer Zeit tun würden.

Ein wesentlicher Punkt in der von uns ausgeübten Religion ist die Ahnenverehrung. Diese bezieht sich sowohl auf die Ahnen, von welchen wir Kenntnis haben, als auch auf diejenigen, von denen wir lediglich wissen, dass es sie gegeben haben muss. Da ja niemand von uns bis ins Kleinste genau wissen kann, mit wem er sich eine Ahnenreihe teilt, halten wir uns von jeglicher Art Ausgrenzung hinsichtlich imaginärer Gen-, Blut- oder Stammesheroisierungen fern. Dazu gehört für uns ebenfalls, dass wir, eben aus o.g. Grund, eine grundlegende Akzeptanz gegenüber Menschen anderer Religionen mitbringen. Schließlich sind die meisten unserer jüngeren Ahnen z.B. Christen gewesen. Deren Religion zu missachten käme einer Missachtung der Wege unserer Ahnen gleich.

Da ein weiterer grundlegender Aspekt unserer Religion der der Wiedergeburt ist, stärken wir also mit der Verehrung der Ahnen gleichzeitig die lebenden Nachfahren dieser. Ein wunderbarer Gedanke, wenn man sich vorstellt, z.B. den Bruder, die Mutter, das eigene Kind – und eben auch sich selbst – zu ehren und zu stärken, indem man ein Opfer an die Ahnen darbringt und deren Rat und Beistand erbittet.

So ist also der Gedanke an die Ahnenverehrung und die Wiedergeburt auch derjenige, der einen vorwärtsgewandten Blick impliziert, eine Ahnung vom Werden und Vergehen ermöglicht und eine ganzheitliche Komponente in unsere Handlungen und Anschauungen zu bringen vermag.

Und da sich der Mensch ja bekanntlich am Menschen freut, freuen wir uns auf die lange Nacht der Religionen, in der wir uns nach Herzenslust an den Wegen anderer Heiden erfreuen, uns austauschen und vielleicht das eine oder andere Interesse wecken können.

Bis dahin wünschen wir Euch und uns der Götter Segen auf all unsern Wegen!

 

Kleines Rätsellied über ein Kultfest. Text u. Musik: Hilde Brun ©. Die Figuren auf dem Bild hat Mathi Brenz aus Eibenholz geschnitzt. Danke dafür!

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