Berliner Forum der Religionen: Votum gegen Gewalt

Im Berliner Forum der Religionen arbeiten nun – auch zur Vorbereitung der nächsten Langen Nacht der Religionen am 17. September 2016 – auch Vertreter*innen heidnisch-paganer Gruppen und Vereine mit. Auch mit unseren Stimmen wurde gestern dieser Text verabschiedet:

Das „Berliner Forums der Religionen“, ein Zusammenschluss von Menschen aus 100 Berliner Religionsgemeinschaften, spirituellen Gruppen und religionsübergreifenden Initiativen, hat gestern ein bemerkenswertes Votum gegen Gewalt verabschiedet:

1. Aus Anlass der Anschläge u.a. von Paris und Beirut verurteilen wir alle Gewalt, die im Namen von Religionen in allen Gegenden der Welt verübt werden.

2. Wir beten für die Opfer, trauern mit den Angehörigen der Opfer und wünschen den Verletzten baldige körperliche und seelische Genesung.

3. Wir stellen fest: Menschen die „im Namen Gottes“ Gewalt und Terror über andere Menschen bringen missbrauchen die Religion als vermeintliche Legitimation ihres menschenverachtenden Handelns. Wir lehnen es grundsätzlich ab, Terror und Gewalt religiös zu rechtfertigen.

4. Wir stellen uns schützend vor unsere muslimischen Geschwister: Wir lehnen jede Generalverdächtigung und jede pauschale Verurteilung ab.

5. Wir stellen uns vor die Menschen, die schutzsuchend in unser Land kommen: Flüchtlinge sind Opfer jenes Terrors, den Kämpfer des sogenannten „Islamischen Staats“ im Nahen Osten, in Europa oder in Afrika verbreiten.

6. Wir stehen an der Seite der Menschen, die aus religiösen Gründen diskriminiert, verfolgt, vertrieben oder getötet werden.

7. Wir appellieren an die Verantwortungsträgerinnen und Verantwortungsträger der Staaten, besonnen zu handeln und geeignete Mittel zu finden, die Spirale der Gewalt und des Hasses zu durchbrechen, z.B. durch den Stopp von Waffenlieferungen. Mit Krieg schafft man keinen Frieden. Wir haben den dringenden Wunsch, dass die Menschen in aller Welt in Frieden und Solidarität zusammenzuleben.

 

Brighid is the Great Goddess of Peace,
She holds all people equally in Her Love and Compassion…

May this video inspire you to join in a prayer for peace in the world
for all people of any background, race, age and creed…

Bright Blessings
Marion Brigantia

www.priestessingforyou.com

Song: by Kwannon

An der Schwelle: Ahnengedenken

Die Feste und Rituale der heidnischen Kulte und Religionen orientieren sich am Zyklus des Lebens und der Natur.  Die jüngeren Religionen haben bei ihren Festen oft historische Bezüge zu ganz bestimmten Ereignissen (Geburt oder Tod des Religionsstifters, Ereignisse wie Luthers Thesen-Veröffentlichung) hinzugefügt und dann doch teilweise zyklische Elemente übernommen.
Diese Zyklen strukturieren die Zeit und helfen, sich bewußt dem Wandel von Werden und Vergehen zu stellen und einen Umgang damit zu finden.

Der Vergleich verschiedener Traditionen, Bräuchen und Mythen zeigt verblüffende Gemeinsamkeiten in verschiedenen Kulturen und Religionen.

Ich empfehle dazu den Artikel „Spekulative Gedanken und Assoziationen zum Ahnengedenken, Samhain, Lughnasadh und „Día de Muertos“ auf sternenkreis.de zu lesen.

Einen speziellen Blick auf die Feier der Göttin Hel wirft dieser Artikel der Heidnischen Gemeinschaft.

Diese Gemeinsamkeiten – besonders an den Wendepunkten zwischen „heller“ und „dunkler“ Jahreszeit geben den Ritualen eine ganz besondere Tiefe und Kraft.

Wie immer und wo immer ihr dieser Tage seid, die Ahnen ehrt, der Toten gedenkt und das Leben feiert, spürt hinein in diese weltweite Verbindung.

 

Am Donnerstag, dem 29. Oktober um 21.00 Uhr widmet sich die Radiosendung „Witches On Air“ daher auch dem Thema „Ein mystischer Spaziergang durch Wien“.

Außerdem gibt es natürlich in und um Berlin zahlreiche Veranstaltungen zu diesem Thema – vom Gelage im Germanischen Langhaus Krügersdorf über ein Samhain-Event im Slawendorf Brandenburg und ein Samhain-Event in Phoebes Hexenstube bis hin zu vielen Ritualen und Festen in Vereinen und Zirkeln.

Zeit der Erinnerung

Diese Zeit im Jahr ist für viele die Zeit der Erinnerung und der Feier mit den Ahnen, sowohl denen in der Familie wie auch denen im Geiste.

Ob Samhain, Ahnenfest, Totensonntag, Allerheiligen … das haben wir alle gemeinsam. Mal still, mal laut als großes Fest.

All music and lyrics copyright to George Nicholas.
Video contains third-party content unless otherwise stated.

MUSIC : (3 Albums Available) – (LATEST) Urban Druid – http://cernunnosrising.co.uk/store/ur…
– Wild Soul – http://cernunnosrising.co.uk/store/wi…
– Cernunnos Rising (Medwyn Goodall & George Nicholas) http://cernunnosrising.co.uk/store/ce…

Bundesweite Demonstration gegen TTIP und CETA am 10. Oktober

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Plakat: Bianca Wertheimer

Bundesweite Demonstration gegen TTIP und CETA am 10. Oktober.

 

 

 

 

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Foto: Bianca Wertheimer

Am 10. Oktober waren zwischen 150.000 und 250.000 Menschen auf der Straße. Und wir Heiden mittendrin.

Mitglieder der Heidnischen Gemeinschaft e.V., der Pagan Federation Deutschland e.V., des Order of Bards, Ovates and Druids, von Reclaiming, des Zirkels Wardarad und freie Heiden waren zusammen auf der Demo.

Ein Stück des Weges begleiteten wir als Hilfs-Ordner den Wagen von Naturfreunde.de.

„Ringhorn 83“ des „Vereins für germanisches Heidentum e.V.“ erschienen

ringhorn83Ringhorn 83 erschienen!

Ringhorn heißt die Zeitschrift des VfGH, die im Regelfall 4 mal jährlich erscheint. Hier finden sich Artikel, Reportagen und Kommentare zu Themen rund um das germanische Heidentum: über Historisches, Aktuelles, Handwerk, Kunst, Literatur und vieles mehr.

Ringhorn kann man auch lesen, ohne gleich in den VfGH eintreten zu müssen:
Abonnement zum Preis von 16.- € für 4 Ausgaben (im Normalfall ein Jahr) an (inkl. Versandkosten). Außerhalb der BRD müssen  wegen der höheren Versandkosten leider 20.- € für das Abo berechnet werden.

Das Abo kann direkt über die Web-Seite http://www.vfgh.de/ bestellt werden.

Bei Abschluss eines Abonnements erhalten Besteller mit dem ersten Heft bis zu drei vorausgegangene Hefte als Bonus kostenlos dazu, sofern diese noch verfügbar sind.

Die „Heidnische Gemeinschaft e.V.“ stellt sich vor

hgUnser Weltbild ist zyklisch. Tage, Jahre und auch Leben verlaufen in Kreisen. Die Natur verändert sich im Laufe eines Jahres, im Winter zieht sie ihre Fruchtbarkeit zurück und wird karg, nur um im Frühjahr umso verschwenderischer auszutreiben und neu zu erblühen. Wir versuchen ebenso, unser Leben und unsere Aktivitäten diesem Kreislauf anzupassen und die jeweils wirkenden Kräfte der Götter zu erkennen und aufzunehmen. In der Edda sind die entsprechenden Mythen des Jahreskreises enthalten. Wir rufen die Gottheiten, aber auch die Disen, Naturgeister und die Ahnen an und verehren sie, opfern ihnen Blumen, Früchte oder Speisen und bitten sie um Hilfe und Beistand in unseren Angelegenheiten. Durch die Runen erhalten wir auch Antworten auf unsere Fragen. Die Jahre reihen sich aneinander zu einem Leben, und der Mensch durchläuft in diesem Leben verschiedene Phasen der Reifung. Wir bieten für diese Übergänge in neue Lebensphasen rituelle Begleitung, beginnend mit der heidnischen Wasserweihe zur Geburt eines Kindes über Initiationsriten anlässlich der Aufnahme in die Erwachsenenwelt, später die Ausrichtung einer Hochzeitsfeier bis schließlich zum Bestattungsfest, bei dem sich der Kreis schließt und ein neuer begonnen wird. Die Feste können durch Priester unserer Gemeinschaft abgehalten werden, natürlich kann auch jeder Heide oder jede Heidin sie selbst durchführen und sich hierfür Rat bei uns holen. Die Feste finden im Freien statt, an Plätzen, die aufgrund ihrer Lage, unserer Empfindung und der Überlieferung als besonders kraftvoll gelten dürfen.

Viele Menschen unserer Zeit sind geistig-kulturell entwurzelt. Sie fühlen sich unsicher und wie ein Blatt im Wind, wissen nicht mehr, woher sie kommen und wohin sie ihr Weg führen soll. Sie kennen ihren Platz im Leben nicht, und ihr Dasein kommt ihnen, wenn nicht oberflächliche Aktivitäten und Konsum die Aufmerksamkeit binden, oft leer vor. Diese Entwurzelung führt häufig zu Unsicherheit und zur Angst vor allem Fremden oder, wenn diese Angst auf ein Ziel gerichtet wird, zu einem grundsätzlichen Misstrauen gegenüber Angehörigen anderer Kulturen und der übermäßigen Sorge, dass die eigene Kultur überfremdet wird. Und aus Angst erwächst ja leider oft Intoleranz und Aggression. Wer seine eigenen Wurzeln kennt und seine eigene Kultur pflegt, schöpft daraus die Kraft und das Selbstbewusstsein, auch andere Lebensweisen verstehen und anerkennen zu können und Vielfalt als eine Bereicherung des Alltags und nicht als eine Gefahr zu erleben. Aus diesem Grunde wird in der Heidnischen Gemeinschaft die Überlieferung gepflegt und gelehrt. Wenn der einzelne alte Kulturgüter kennen und den Reichtum seiner Kultur schätzen lernt, wird er in ihr den notwendigen Halt finden, und Toleranz kann entstehen. Der Mensch wird außerdem zu schöpferischer Tätigkeit angespornt und findet in ihr Freude und Bereicherung.

Die Heidnische Gemeinschaft fühlt sich der demokratischen Tradition verpflichtet. Bei unseren heidnischen Vorfahren gab es Thinge, Volksversammlungen, vom großen Stammesthing über kleinere Thingbereiche bis zum Dorfthing, das über die dörflichen Angelegenheiten beriet. Dort wurden Gesetze beraten und abgestimmt. Wo man an viele Götter glaubt, die sich auch untereinander abstimmen müssen, fällt es leicht, entsprechende demokratische Strukturen aufzubauen. Als Beispiele aus der Geschichte sind das heidnische Griechenland zu nennen, das zum Ursprung der Demokratie wurde und Islands Allthing, das aus der heidnischen Volksversammlung entstand und als das älteste Parlament der Welt gilt. Die Heidnische Gemeinschaft unterstützt die Forderung nach mehr Demokratie in allen Bereichen und distanziert sich von totalitären Obrigkeitssystemen. Jeder soll an allen Entscheidungen mitbeteiligt sein. Die Freiheit des Einzelnen ist ein hohes Gut und hört erst da auf, wo die Freiheit anderer eingeschränkt werden soll.

Auszug aus unserem Infoheft, das bei uns kostenlos zu erhalten ist.

Heidnische Gemeinschaft e.V.
Postfach 370 451
14134 Berlin

E-Mail: kontakt@heidnische-gemeinschaft.de
Internet: www.heidnische-gemeinschaft.de

Das Infoheft ist auch auf unserer Seite als PDF -Datei (siehe Link) erhältlich. http://www.heidnische-gemeinschaft.de/ueber-uns.html

Religionsfreiheit und interreligiöser Dialog

Pope_Francis_South_Korea_2014„Verschiedene Formen moderner Tyrannei versuchen in unserer Welt, die Religionsfreiheit zu unterdrücken oder auf eine Subkultur ohne Mitsprache- und Stimmrecht in der Öffentlichkeit herabzusetzen oder die Religion als Vorwand für Hass und Brutalität zu gebrauchen. Deshalb ist es notwendig, dass die Anhänger der verschiedenen Religionen ihre Stimmen vereinen, um Frieden, Toleranz und Achtung für die Würde und die Rechte der anderen zu fordern.“

Papst Franziskus bei seiner Rede in Philadelphia, USA, am 27. September 2015

Bericht von Domradio

 

Dem kann man nur zustimmen und weiterhin im Dialog miteinander sein.

Nachberichte zur Langen Nacht der Religionen

Noch konnten wir gar nicht alle Fotos sichten (also auch da kommt noch so einiges), aber es gibt bereits einen Filmbeitrag von Heiden-TV, der sehr gelungen ist, Bilder des Tages zeigt und Interviews mit einigen Beteiligten.

Am Donnerstag, dem 24. September um 21.00 Uhr sendet „Witches On Air“ einen Radiobericht. Im Live-Chat dazu werden einige von uns auf facebook dabei sein.

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Für alle, die die Sendung verpaßt haben sollten, ist die Sendung im Archiv nachzuhören!

Inzwischen ist der Abschlussbericht des Aktionsbündnisses „Pagane Wege und Gemeinschaften“ erschienen und kann hier nachgelesen werden.

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