Die pagane und magische community der Stadt - "Wir sind die mit den vielen Göttinnen und Göttern!"

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Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte urteilt: Die Nichtzulassung von Romuva verstößt gegen das EU Recht

Der ECHR urteilte am 8. Juni 2021, dass die Nicht-Zulassung der paganen, ethnischen Religion der ROMUVA in Litauen gegen die Konvention zum Schutz der Menschenrechte und gegen Grundlegende Freiheitsrechte verstößt. Das Gericht stellte die Verletzung der Artikel 9, 13 und 14 durch das litauische Parlament (Seima) fest.

Die 38 Seiten lange Erklärung kann hier eingesehen und heruntergeladen werden:

Case if Ancient Baltic religious Association ROMUVA vs. Lithuania

Besonders interessant sind die Details, die unter anderem klarstellen, dass pagane Gemeinschaften nicht schlechter gestellt werden dürfen als andere. Auch die massive Einflussnahme der Katholischen Kirche wird stark kritisiert. Keine Religion darf über die Sinnhaftigkeit der Inhalte einer anderen Religion in der Weise urteilen, dass sie Einfluss auf politische Entscheidungen eines säkularen Staates nimmt.

Der Prozess der Zulassung ist spezifisch für das Recht in Litauen, aber viele Details und Klarstellungen sind von allgemeiner Gültigkeit in der EU.

Wir erhoffen uns eine Klarstellung für Verfahren in anderen Ländern und für die überfällige Gleichbehandlung in Deutschland.

Ausführlicher Artikel in „The Wild Hunt“

Und wir gratulieren von Herzen der Gemeinschaft unserer Schwestern und Brüder von ROMUVA und bedanken uns für ihre hartnäckige Arbeit!



Virtuelle Lange Nacht der Religionen 2021

Pagane Wege und Gemeinschaften sind in diesem Jahr virtuell auf der LNdR vertreten.

Die Gesamtveranstaltung findet ihr über diese Seite:

Die Lange Nacht der Religionen auf lineup

Wir sind ein Zusammenschluss von Gruppen und Einzelpersonen, die ganz verschiedenen paganen und magischen Pfaden und Richtungen angehören. Als Aktionsbündnis nehmen wir seit 2015 an der Langen Nacht der Religionen Berlin teil.

Unsere Beiträge in diesem Jahr könnt ihr in unserer facebook-Veranstaltung, auf dieser website und auf youtube verfolgen.

Wir freuen uns auch über das Teilen und jedes Gefällt mir – zeigt damit wie groß und vielfältig unsere community ist.

Sollte jemand etwas Inhaltliches beitragen wollen (Podcast, Video, Artikel etc.) meldet euch bitte bei uns.

info@paganes-leben-berlin.de

Under A Pagan Sky

Under a Pagan Sky ~ Official Trailer from Helen on Vimeo.

57 minute documentary featuring. JULIE BRETT MARA CARTER DOUGLAS EZZY BILAWARA LEE LISA-JANE MASON AKIRA PRIOR KACEY STEPHENSEN TIM OZPAGAN CAROLINE TULLY DAMH THE BARD ADRIENNE PIGGOTT
Director Producer & Editor HELEN BROWNING
Co Producer JAMES BRADLEY
Executive Producer RACHEL CLEMENTS
Cinematographer TIM ALEWOOD
Additional Direction & Cinematography JUSTINE KERRIGAN
Sound TIM ALEWOOD WILL SHERIDAN
Audio Post Production TALL TALE AUDIO
Produced in association with SCREEN TERRITORY & SCREEN AUSTRALIA
© 2021 Helen Browning T/A Tidal Films

Gleichgewicht für die Welt (ein Ritual von Toni & Lena)

Vorbereitung:

Bereite deinen heiligen Kreis so vor, wie Du es immer tust oder es sich für dieses
Ritual richtig anfühlt. Platziere in der Mitte des Kreises ein Feuer, eine Kerze oder ein Licht.

Du kannst für dieses Ritual, wenn es für Dich stimmig ist, die oben abgebildete Sigille nutzen. Hierzu kannst Du sie visualisieren, während des Rituals auf ein Stück Papier zeichnen oder einfach vorher ausdrucken.

Gleichgewicht für die Welt

Lass Dir soviel Zeit, wie nötig, um den Alltag abzuschütteln und ganz bei Dir zu sein.

Atme tief durch die Nase ein, halte den Atem kurz und atme dann langsam durch den Mund wieder aus.

Zieh einen magischen Kreis, so wie Du es gewohnt bist. Vielleicht beginnst Du im Osten und folgst dem Sonnenlauf, wobei Du einen schützenden Ring um deine heilige Stätte visualisierst, vielleicht weihst Du ihn mit Wasser und Feuer oder Du ziehst ihn ganz anders.

Lade die Elemente, Geister und Götter ein und bitte um ihren Segen für dieses Ritual.

Atme nun dreimal tief ein.
Das erste Mal mit der Erde unter Dir.
Das zweite Mal mit dem Himmel über Dir.
Das dritte Mal mit den Flüssen, Seen und Meeren um Dich herum.

Fühl Dich in deine Umgebung ein. Nimm sie mit allen Sinnen wahr.

Beginne mit deinem Körper. Spüre deine Beine – deine Arme – deinen Bauch – deinen Rücken und deine Wirbelsäule – deine Brust – deinen Hals und deinen Kopf.
Lass deine Wahrnehmung nun weiter hinaus in die Welt gleiten. Fühl das Leben, dass Dich umgibt.
Nimm es ganz bewusst wahr. Spüre den Herzschlag des Lebens in der Welt.
Konzentriere Dich dann auf Deinen Herzschlag.

Begib Dich nun in den Norden. Visualisiere den Teil der Sigille, der für die Erde steht oder zeichne ihn auf das Papier. Wenn Du die Sigille ausgedruckt hast, dann gleite mit den Fingern über die Linien oder lass sie einfach so auf Dich wirken.
Sprich dabei: „Verbunden mit der Erde, Herz an Herz mit allem Leben, bitte ich um Frieden und Gleichgewicht in der Welt.“
Wenn Du möchtest und es sich richtig anfühlt, kannst Du Götter, Geister oder Wesenheiten der Erde um ihre Unterstützung bitten.

Begib Dich in den Süden. Visualisiere den Teil der Sigille, der für das Feuer steht oder zeichne ihn auf das Papier. Wenn Du die Sigille ausgedruckt hast, dann gleite mit den Fingern über die Linien oder lass sie einfach so auf Dich wirken.
Sprich dabei: „Verbunden mit dem Feuer, Herz an Herz mit allem Leben, bitte ich um Frieden und Gleichgewicht in der Welt.“
Wenn Du möchtest und es sich richtig anfühlt, kannst Du Götter, Geister oder Wesenheiten des Feuers um ihre Unterstützung bitten.

Begib Dich in den Westen. Visualisiere den Teil der Sigille, der für das Wasser steht oder zeichne ihn auf das Papier. Wenn Du die Sigille ausgedruckt hast, dann gleite mit den Fingern über die Linien oder lass sie einfach so auf Dich wirken.
Sprich dabei: „Verbunden mit dem Wasser, Herz an Herz mit allem Leben, bitte ich um Frieden und Gleichgewicht in der Welt.“
Wenn Du möchtest und es sich richtig anfühlt, kannst Du Götter, Geister oder Wesenheiten des Wassers um ihre Unterstützung bitten.

Begib Dich in den Osten. Visualisiere den Teil der Sigille, der für die Luft steht oder zeichne ihn auf das Papier. Wenn Du die Sigille ausgedruckt hast, dann gleite mit den Fingern über die Linien oder lass sie einfach so auf Dich wirken.
Sprich dabei: „Verbunden mit der Luft, Herz an Herz mit allem Leben, bitte ich um Frieden und Gleichgewicht in der Welt.“
Wenn Du möchtest und es sich richtig anfühlt, kannst Du Götter, Geister oder Wesenheiten der Luft um ihre Unterstützung bitten.

Begib Dich nun in die Mitte des Kreises. Visualisiere die ganze Sigille oder halte das Papier mit der Sigille über das Licht in der Mitte des Kreises.
Sprich dabei: „Herz an Herz in Frieden verbunden, wird das Gleichgewicht gefunden!“

Wenn es möglich ist, verbrenne das Papier oder visualisiere die Sigille, wie sie in hellem Licht erstrahlt und das Licht und den Segen aus der Mitte deines Kreises hinaus in die Welt trägt.

Schließe, wenn Du magst, die Augen und fühle ihr nach.

Sprich dabei: „Bei Stern und Stein: So soll es sein!“

Bedanke Dich bei den Wesenheiten, Elementen und Göttern auf deine Weise und verabschiede sie.
Vielleicht gehst Du dabei noch einmal zu jeder Himmelsrichtung, verneigst Dich zum Abschied sagst Danke, vielleicht machst Du es auch ganz anders. Folge deinem Gefühl.
Danach löse den Kreis in der Dir bekannten Weise auf. Du könntest den Kreis entgegen des Sonnenlaufs abgehen und dabei visualisieren, wie sich der schützende Ring wieder hebt.

Du kannst es auch ganz anders machen, je nachdem, wie es für Dich stimmig ist.

Vom Werden und Entstehen (von Daniel Ryndziak)

Als moderner Mensch wissen wir relativ viel von unserer Welt. Im Laufe meine jahrzehntelangen Praxis als Asatru habe ich danach gesucht, wie ich dieses Wissen mit meinem spirituellen Verständnis in Einklang bringen kann. Es war mir immer schon klar, dass Dinge nicht zufällig passieren. Die Vorstellung davon, dass alles auf eine einzige Ursache, nämlich einen Gott der ewig und allwissend ist, zurückzuführen ist fühlte sich aber auch nicht richtig an. So fand ich meinen Weg in das Pantheon der heidnisch germanischen Götterwelt.

I, Berig, CC BY-SA 3.0 http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/, via Wikimedia Commons

Dort traf ich auf drei Göttergeschlechter: Die Götter des Bewusstseins (Asen), die Götter der Instinkte/Triebe (Vanen) und die unbewussten, chaotischen Götter (Riesen/Joten). Ferner glaubte man dort an den Strom des Örlog- einem „Kausalstrom“ der uns in einen Fluss der zeitlichen Geschehen einordnete und in dem wir uns durch dass was wird (Wyrd), bewegen konnten. Die Regeln nach denen das funktionierte waren aber im Dunkeln. Über Jahre hinweg forschte ich danach, denn rein intuitiv wollte ich keine Erklärung gelten lassen.

Heute bin ich davon überzeugt, dass weder der Intellekt, noch die Intuition allein die Antwort darauf geben kann. Erst ein Zusammenspiel davon vermag das vielleicht zu erreichen.

Betrachten wir zunächst einmal die Welten: wir finden neuen Welten, in denen sich unser Geist befinden kann. Die Welt in der wir zu Hause sind, nennt sich Midgard. Hier sind wir Menschen, in denen die Götter stark durch uns wirken können. Am Hellsten wurde dann Asgard überliefert. Dies ist die Welt der Asen, der Götter des Bewusstseins. Dort zu weilen heißt alles ganz bewusst zu erleben und vorwiegend auf der Basis des Verstandes zu entscheiden. Ebenfalls sehr hell wurde Vanaheim überliefert, die Welt der Vanen. Dort entsteht alles auf einer organischen, instinktiven Basis und kommt zu „natürlichen“, heilen Strukturen. Als Übergangswelten Zwischen Asgard und Vanaheim nach Midgard existieren nun Svartalfheim (Schwarzalfenheim) und Ljossalfheim (Lichtalfenheim). Die Schwarzalten stellen die Brücke zu den Asen dar. Es sind Geisterwesen oder -zustände die vorwiegend durch bewusstes Streben getrieben sind. Bei den Lichtalfen finden wir hingegen die instinktiven, triebhaften Geisterwesen und -zustände.

Guckt man nun in die andere Richtung findet man neben Licht natürlich auch Dunkelheit. Das tiefste Dunkel (keinesfalls mit Böse zu assoziieren!) ist Helheim. Dort liegt das Totenreich mit seiner Stille und seinem Frieden. Die Götten Hel ist dort Mutter und Königin zugleich und wenn man die Geschichten zur Hel ansieht entdeckt man, dass es bei ihr um mehr geht, als die Geister der Verstorbenen zu bewachen. Helheim ist das Reich der Vergessens und des Friedens und zu gleich die Wurzel zu unseren Ahnen. Zwischen Midgard und Helheim liegt Niflheim, die Welt in der alles im Nebel des Vergessens liegt. In Niflheim haben sich auf die Frostriesen zum Teil niedergelassen und unterstreichen dort den Charakter des unbewussten. In Niflheim zu weilen führ zu Resignation und Stagnation.

Neben Helhem befindet sich Jotunheim, das Reich der Riesen, die für alles unbewusste stehen. In Jotunheim finden sich selbst unbewusste Wesen jeglicher Coleur. In Jotunheim funktioniert alles nach Naturgesetzen und vollkommen ohne Bewusstsein. Schließlich gibt es auch wieder eine Zwischenwelt nach Midgard: Muspelheim. Die Welt des Feuers und somit der Feuerriesen. Feuer wird als Element dem Verstand zugeordnet und damit liegt neben der thermischen Eigenschaft der Feuerriesen auch ein irgendwie verstandesmäßiges Temperament nahe. Die meisten Menschen kennen es gut, wenn der Geist nach Muspelheim abdriftet und man im Zorn Dinge sagt oder tut, die man sonst eher nicht getan hätte. Mit diesem kleinen alltäglichen Beispiel möchte ich dazu anregen, einmal über unseren Kontakt in alle Welten nachzudenken.

Die Kräfte dieser neun Welten sind nun die „Antriebsfedern“ für jegliches Handeln und Entstehen um uns herum. Es gibt Dinge die durch unbewusste, „physikalische“ Ursachen entstehen, die nächsthöhere Ursache ist dann biologisch bis triebhaft und schließlich kommen die Dinge, die aus unseren bewussten Taten hervorgehen. Aus diesen Teilen setzt sich schließlich der Strom des Örlog zusammen.

Wenn also mein Haus vom Blitz getroffen wird, ist das nicht der Zorn der Götter. Es war die Physik und Natur. Allerdings wenn mein Haus dann niederbrennt, hatte ich keinen Blitzableiter angebaut, was eine bewusste Tat war oder einem unterlassen dieser bewussten Tat zugrunde liegt. Somit rächt es sich tatsächlich, wenn man den Asen nicht treu ist und dies kann man sehr wohl als „Zorn der Götter“ beschreiben. Besonders wichtig ist aber die Erkenntnis, dass man kaum alle Ursachen für ein Geschehen benennen kann. Geschweige denn, kann man alles was einem widerfährt, auf eigene Verfehlungen (Sünden) zurückführen! Sehr wohl kann und muss man aber unterscheiden, wie man auf sein Schicksal reagiert. Denn sich zu grämen oder geistlos in Begeisterung zu schwelgen ist eine unbewusste/triebhafte Handlung und somit geben wir jegliche Kontrolle ab. Wenn wir aber den Verstand und das Bewusstsein wieder einbeziehen erlangen wir größtmögliche Freiheit und Kontrolle über unser Leben.

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