Pagane Wege und Gemeinschaften

Die pagane und magische community der Stadt - "Wir sind die mit den vielen Göttinnen und Göttern!"

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Ein Blick auf die Sommersonnenwende

von Daniel

Der Jahreskreis findet hier einen Höhepunkt. In der materiellen Welt zelebrieren wir am 21.06. den Höchststand der Sonne. Die erste Hälfte des Jahres lief auf diese Zeit hinaus. Alle Samen sind gesetzt und durch rechte Taten vorbereitet, damit sie nun durch die Kraft der Sonne zur Reife gebracht werden können. Folglich wird zu diesem Fest für die richtige Dosis Energie geopfert, damit die Bemühungen unserer Taten Früchte tragen.

Spirituell wird Baldur, der lichte Sohn Odins, mit dem Jahreszyklus der Sonne gleichgesetzt. Baldurs Rolle in der Mythologie ist eine tragische und einer der Wichtigsten, denn er ist einer der Auslöser für die Götterdämmerung zum einen und zugleich liegt in ihm die Hoffnung und der Neustart, nach der Ragnarök.

Zu diesem Fest strahlt Baldur am hellsten und ist an der Spitze seiner Kraft. Eine Seherin hatte seinen Tod vorausgesehen und so war Frigga losgezogen um zu seinem Schutz allen Wesen und Dingen auf der Erde das Versprechen abzuringen, Baldur niemals zu schaden. Doch ebenso wie im höchsten Punkt des Sonnenjahres die Gewissheit liegt, das die Tage wieder kürzer werden, war auch dieses Unterfangen vergebens. Denn die Mistel berühert den Boden nicht und so wurde sie von Frigga übersehen und wird später das tragische Ereignis Baldurs Todes herbeiführen.

Neben den weltlichen Bedürfnissen derer wir zu Mittsommer Vorteile zu erringen versuchen, ist Mittsommer also auch die Zeit in der wir uns bewusst machen, dass wie hell ein Licht auch leuchten mag, es doch stets in sich die Saat des eigenen Erlöschens trägt. Alles ist vergänglich. Nach Licht, kommt Dunkel und nach Dunkel, kommt Licht. Es ist an uns, stets mit Bedacht auf die Geschicke jeder Zeit zu blicken und die Feste zu feiern wie sie fallen. Mittsommer ist der Tag an dem diese Wahrheit in uns brennt und wir augelassen den Höhepunkt des Sonnenjahres feiern.

„Religion, Geschlecht und Sexualität“ – Podcastreihe der Freien Universität

„Religion, Geschlecht und Sexualität“ – Podcastreihe der Freien Universität – erste Folge am 8. Juni

Carsten Wette Stabsstelle für Presse und Kommunikation
Freie Universität Berlin

Informationsdienst Wissenschaft

Das Wechselverhältnis von Religion und Sexualität ist das Thema einer Podcastreihe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Freien Universität Berlin. Im Zentrum stehen die fünf großen Weltreligionen Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Judentum und Islam; thematisiert werden aber auch Formen alternativer Religiosität sowie Zusammenhänge abseits bzw. am Rand von organisierter Religion – insbesondere solche, in denen Sexualität, Körperlichkeit und Akzeptanz von sexueller Varianz wichtige Merkmale bilden. Die erste Folge wird am 8. Juni veröffentlicht.

Der Podcast ist jeweils montags von 18 Uhr an auf dem YouTube-Kanal der Freien Universität abrufbar: https://www.youtube.com/channel/UChGMnECSItBUYZH1YIXLj-w

Am 1. Juli kommen auch pagane Gemeinschaften zu Wort:

1. Juli 2020
•Einführung (Prof. Dr Kocku von Stuckrad, Fakultät für Theologie und Religionswissenschaft, Universität Groningen)
•Geschlechterdiskurse im paganen und naturspirituellen Milieu: Kontinuitäten und Diskontinuitäten (Gudrun Pannier, Pagan Federation International Deutschland e.V., Berlin)
•Frauenbild und Sexualität in modernen paganen Gemeinschaften und Gruppen (Diskussion zwischen den Referierenden)

The Need for Justice – and the love of It. Magie und Politik

Frodo: „Ich wünschte, ich hätte den Ring nie bekommen. Ich wünschte, all das wäre nie passiert.“
Gandalf: „Das tun alle, die solche Zeiten erleben. Aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden. Du musst nur entscheiden, was du mit der Zeit anfangen willst, die dir gegeben ist.“

Zitate aus „Der Herr der Ringe“

Kein Handeln ist unpolitisch. Wir sind immer alle Teil der „politeia“ und „res publica“ – schlicht des öffentlichen und gemeinschaftlichen Lebens.
Wir merken gerade in den vielen ineinander verwobenen Krisen der Welt, dass es „unpolitisch“ eigentlich nicht gibt. Jede und jeder ist von Politik auch „betroffen“.
Spiritualität hat Folgen – sie beinhaltet Ethik.
Entscheidungen für oder gegen bestimmte Handlungsweisen.
Jede intentionale Handlung ist Magie.
Wie sollte man das dann trennen?

Da das natürlich auch zu Konflikten führen kann versuchen viele Gruppen, politische Diskussionen aus ihren Treffen herauszuhalten. Das hat in weniger aufgeregten Zeiten und bestimmten Rahmen auch durchaus eine beruhigende Wirkung. In Krisenzeiten ist es jedoch geradezu unmöglich.

Wir haben es derzeit mit vielen Krisenherden zu tun bei denen es nicht geht, sich komplett herauszuhalten. Es mag schwer sein, dabei Maaß zu halten, dem Wissen und der Weisheit Vorrang zu geben. Aber das gehört zum „Großen Werk“ und zum eigenen Wachstum einfach dazu.

Ich möchte einen Beitrage (leider in englischer Sprache) mit euch teilen, den ich in diesem Zusammenhang hilfreich fand.

Tea with a Druid 128: The Need for Justice – and the love of It

Join with Philip Carr-Gomm and like-minded folk from all over the world to explore the value of the Druid’s Prayer at this time.

Grant, O Gods and goddesses, Thy protection;
And in protection, strength;
And in strength, understanding;
And in understanding, knowledge;
And in knowledge, the knowledge of justice;
And in the knowledge of justice, the love of it;
And in that love, the love of all existences;
And in the love of all existences, the love of the Gods and Goddesses.


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