Orte der Stille – Tempelraum

Berlin ist eine quirlige Stadt. Lebendig, laut. Das hat schöne, aber auch belastende Seiten.

Göttin aus unserem Tempelraum 2016

Ein wichtiger Aspekt von Spiritualität ist auch das Zur-Ruhe-kommen, aus dem Alltag herausgenommen sein, um besser mit sich selbst und all den Eindrücken um sich herum umgehen zu können.

Diese Idee wurde schon vor Jahren von der Initiative „Orte der Stille“ aufgegriffen, die Sakralgebäude aber auch weltliche Räume wie im Brandenburger Tor nutzt.

„Ein Ort der Stille ist ein Ort, der von Menschen geliebt und belebt wird. Er ist aufgeladen mit spiritueller oder auch religiöser Energie, ein Ort, der die Qualität bewusster Stille erleben lässt. Das kann eine Kirche, eine Moschee, eine Synagoge, ein Tempel oder ein buddhistischer Meditationsraum sein.

Die Vielfalt ist ein wichtiger Bestandteil dieses Projektes, ebenso wie die Voraussetzung, dass alle Besucher eines Ortes der Stille „in Ruhe gelassen“ werden sollen, wenn sie nichts anderes signalisieren.“

Auf unserer Veranstaltung zur Langen Nacht der Religionen greifen wir den Gedanken seit letztem Jahr auf und bieten einen Raum der Stille, einen Tempelraum an. Ein gemeinsamer Altar wird errichtet (im letzten Jahr geschmückt mit einer großen Göttin-Statue) und jeweils eine Person aus einer der Gruppe ist dort als „Tempelwächter*in“ anwesend falls Beistand nötig ist. Der Raum wurde durchgängig genutzt. Wir werden daher auch in diesem Jahr einen „Raum der Stille“ einrichten.

Orte der Stille in Berlin

 

Die sieben Gaben des Druidentums

„Manchen mag das Druidentum auf den ersten Blick nur als altertümliche Schrulligkeit, als seltsame Erinnerung an eine ferne Vergangenheit erscheinen.
Wenn wir uns aber die Zeit nehmen, näher hinzusehen, werden wir eine Schatztruhe finden, die nur darauf wartet, geöffnet zu werden.
Und in dieser Truhe finden wir mindestens sieben Gaben, die das Druidentum der modernen Welt bringt:

Die erste Gabe ist eine Philosophie: eine Sichtweise, die die Heiligkeit allen Lebens betont, sowie unseren Teil im großen Netz der Schöpfung. Sie kümmert sich hingebungsvoll um die Bewahrung und den Schutz der Umwelt und bietet eine Sicht der Dinge, die ökologisch, erd-zentriert, pragmatisch, idealistisch, spirituell und romantisch ist. Geist und Materie werden nicht getrennt – sie bietet eine sinnliche Spiritualität, die das physische Leben feiert.

Die zweite Gabe stellt die Verbindung zur Natur wieder her: mit einer Reihe von Übungen, die uns helfen, uns mit der Natur, unseren Vorfahren, unserem eigenen Körper und unserem Empfinden des Geistes eins zu fühlen, indem wir mit Bäumen, Pflanzen, Tieren, Steinen und Geschichten unserer Vorfahren arbeiten. Acht Jahreskreisfeste helfen uns dabei, uns mit dem natürlichen Rhythmus zu verbinden, geben unserem Leben Struktur im Jahreslauf und fördern ein Gefühl der Verbundenheit mit allen Lebewesen.

Die dritte Gabe bringt Heilung: mit verschiedenen Übungen, die Heilung und Regeneration fördern, durch Nutzen spiritueller und physischer Methoden in einem ganzheitlichen Ansatz, um Gesundheit und Ausdauer zu fördern.

Die vierte Gabe bestätigt unser Leben als Reise: mit Übergansriten für Leben und Tod, zur Segnung und Namensgebung von Kindern, mit Hochzeiten und Festen für alle Arten von Initiation, wo es oft hilfreich ist, rituell und symbolisch den Übergang von einem Zustand in den anderen zu markieren.

Die fünfte Gabe öffnet uns für andere Realitäten: mit Techniken zur Erforschung anderer Bewusstseinszustände, anderer Realitäten, und der Anderswelt. Manche dieser Techniken werden auch von anderen spirituellen Traditionen verwendet und umfassen Meditation, Visualisierung, schamanische Reisen und den Einsatz von Zeremonien, Musik, Gesang und Schwitzhäusern, die jedoch fest in keltischer und druidischer Tradition und Bildersprache verankert sind.

Die sechste Gabe entwickelt unser Potential: das heutige Druidentum bietet einen Weg der Selbstentwicklung, der unsere kreativen Potentiale, unsere psychischen und intuitiven Fähigkeiten fördert und so unser intellektuelles und spirituelles Wachstum antreibt.

Die siebte Gabe des Druidenturns ist die Gabe der Magie – sie lehrt die Kunst, sich dem Zauber des Lebens zu öffnen, Ideen in die Tat umzusetzen, und wie die Suche nach Weisheit, Heilung und Inspiration zum Ziel führen kann.

Wenn Du Dich für den Weg des Druiden entscheidest, wirst Du feststellen, dass Du eine Reise begonnen hast, bei der alle dieser sieben Gaben erforscht werden – und der Dir zeigt, wie Du für Dein Leben von ihnen profitieren kannst.“

Quelle und weiterführende Informationen: Feuersprung.de

Wintersonnenwende beim Anglesey Druid Order (ADO), einem weiteren modernen Druiden-Ordner (2016)

An unseren Veranstaltungen zur Langen Nacht der Religionen nehmen regelmäßig die beiden großen Druiden-Orden OBOD und ADF teil. Wer Fragen hat kann sich gern dorthin wenden.

Ár nDraíocht Féin: A Druid Fellowship (ADF) 

„Bärenwald“ – Seedgroup (OBOD)

Weitere Artikel:

Weltseher: Das Sperma der Götter

Stellungnahmen zu „Druiden“ aus aktuellem Anlass

Aus aktuellem Anlaß nehmen wir Stellung zu einem angeblichen Druiden gegen den wegen Rechtsextremismus ermittelt wird.

https://www.tagesschau.de/inland/razzia-rechtsextreme-103.html

 

Stellungnahme der Seedgroup „Bärenwald“ des Orders of Bards, Ovates & Druids (OBOD)

„Wir distanzieren uns hiermit ausdrücklich vom Extremisten Burghard B., der unsere friedliche druidische Gemeinschaft mit Fremdenhass in den Dreck zieht. Wir Druiden des Order of Bards, Ovates and Druids sind eine Gemeinschaft, die Andersgläubigen und Menschen aller Herkunft offen entgegentritt und Hass und Gewalt verachtet. Wir ehren die Natur und all seine Geschöpfe und verstehen uns als Friedensbringer, Heiler, Künstler und/oder Wissensvermittler. Unser Weg ist einer der Liebe und nicht des Hasses!

Bianca Wertheimer
Bärenwald Seedgroup, OBOD“

Stellungnahme des „Clans der grünen Mutter“, Protogrove des Ár nDraíocht Féin (ADF)

„Wir als moderne Druiden des ADF distanzieren uns von den Aussagen und Taten dieses Herrn, der sich selbst als „Druide“ bezeichnet. Wir im ADF sehen die friedliche Gemeinschaft der Menschen als eines der wichtigsten Ziele an, fernab von Schubladen wie Herkunft, Geschlecht oder sozialer Klasse. Wir glauben an die Werte von Demut und Gastfreundschaft. Traurig, dass solche Menschen wie dieser Herr die Bezeichnung „Druide“ missbrauchen.

Wir werden in den nächsten Tagen aus diesem Grunde genauere Texte veröffentlichen wie sich das Druidentum weltweit und auch in Deutschland versteht.
Online-Petition

Distanzierung von sog. Neo-Druiden, die in Wahrheit Neo-Nazis sind.

Wir, die Unterzeichner, sind Angehörige unterschiedlicher und divergierender polytheistischer, neuheidnischer und naturreligiöser Richtungen innerhalb der sog. „Heidenszene.“
Als heidnische Individuen distanzieren wir uns ausdrücklich von Ideologien und Einzelpersonen, die den Rassenhass, die Ausgrenzung von Minderheiten, Gewalt oder Ausländerfreindlichkeit predigen oder gutheissen.Wir sind für demokratischen Umgang und friedlichen Dialog mit den Mitmenschen und wollen Frieden mit den Mitmenschen und der gesamten Natur.

Begründung:

Bitte unterzeichnet diese persönliche Distanzierung als Neuheiden, Neo-Pagane, Asatru, Druiden, Kelten, Reclaiming, Naturreligiöse, Freifliegende oder andere Polytheisten.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Hamburg, 26.01.2017 (aktiv bis 25.03.2017)“

 

Yggdrasil-Blot als internationales Ritual, 26. Januar 2017

Yggdrasil von Frostzero, Quelle: Wikimedia

Das Symbol des Baumes, des Weltenbaumes verbindet viele heidnische Richtungen miteinander.
Und der Baum ziert auch das Symbol der „Paganen Wege und Gemeinschaften Berlin“, die nun schon zum dritten Mal die Teilnahme an der Langen Nacht der Religionen organisieren.

Wie könnte das Jahr besser beginnen als mit einer gemeinschaftlichen Ehrung des Weltenbaumes. Egal wo ihr seid. Allein, mit der Familie oder eurer Gruppe.

Eine Einladung von Asatru Österreich:

„Yggdrasil Blót ( 26.01)
Das Yggdrasil Blót ist kein historisches Fest, aber trotzdem ein wichtiger Tag. Wir wollen an diesem Tag den Weltenbaum Yggdrasil ehren. Ich hoffe, dass viele Heiden mitmachen werden, und dass die Feier Anklang finden wird.

Ihr braucht nicht viel. Ein kleines Opfer für Yggdrasil z.B. Salz, Wasser und Zeit. Das Ritual/Gebet könnt ihr überall durchführen, wo ein Baum steht. Diesen werden wir als Stellvertreter für den Yggdrasil Weltenbaum sehen.
Ich stelle euch zwei einfach Beispiele für ein solches Ritual/Gebet als Anregung vor, aber ihr könnt natürlich auch eure eigenen Worte benutzen, um den Weltenbaum zu ehren.“

Weitere Informationen

Nachruf für Einar

Wir trauern um einen Freund und Priester aus unseren Reihen.

Für  EINAR – Von Jorka

Dieser Nachruf ist für Euch alle, die Ihr Einar noch nicht lange oder kaum kanntet.

Letzte Woche Donnerstag, am 8. Julmond 2016, hat Einar Midgard verlassen.

Er wollte es so.

Für Euch mag sein Tod ein Schock sein, für uns ist er die endgültige Bestätigung,
dass Depression, wie einige körperliche Erkrankungen, eine tödlich verlaufende Krankheit sein kann.

Es war Einars Bestimmung im Leben, uns über viele Jahre als Gode der Heidnischen Gemeinschaft e.V. unbeschreiblich kraftvolle Feste und Rituale zu schenken. Meine Einweihung zu Mittsommer 2015, von der diese Fotos stammen und auf der Einar so glücklich war, war so ein Fest.

Wir, die wir dabei waren, tragen die Kraft von Einars Festen in unseren Herzen und die Verbindung zu den Göttern, die durch Einars Rituale gestärkt wurde, in unserer Seele.

Auch als Einars Kräfte schwanden, zehrte er für die Feste von seinen letzten Reserven.

In der Nacht, nachdem sein Tod Gewissheit geworden war, haben wir mit einigen von Euch ein Ritual gehalten.
Ragna, die Einar in diesem letzten Jahr so nah und innig verbunden war wie niemand sonst in seinem Leben, hat ein Horn dem Odin geweiht und nicht der Idun, die Einar durch sein Leben begleitet hat.
Gestern hat Ragna erfahren, dass Einar seinen Tod dem Odin geweiht hat.

Es tut gut, zu wissen, dass Einar diesen letzten Schritt nicht allein gegangen ist.

PS: Die Götter sind unter uns.

Während ich dies schrieb, saß mir in der U3 eine junge Frau gegenüber mit einem Thorshammer um den Hals. Als sie die Kette berührte, traute ich mich zu fragen, ob der Hammer eine Bedeutung für sie habe: Ihre Eltern sind Heiden und haben ihr den Hammer geschenkt. Das hätte Dir gefallen, Einar!

Der Nachruf als pdf-Datei

 

Winter-Solstice

Noch sind wir in der Zeit in der die Tage immer kürzer und die Dunkelheit immer länger wird. Zur Winter-Solstice am 21.12. ändert sich das: Das Licht kehrt dann zurück, die Tage werden länger.

Viele sind jetzt dabei zu planen wie und mit wem sie diese Zeit verbringen. Familienbesuche, Freunde, magische Gruppen, Zirkel, Coven treffen sich. Rituale und Blots werden geplant.

Die Rauhnächte sind Zeit für Besinnung, Ruhe, traditionell die Zeit für Divination aller Art (Tarot, Runen und anderes).

Wir wollen euch mit etwas Musik einstimmen. In dem bewegten Jahr 2016 ist diese Zeit für uns alle sehr wichtig, um mit Menschen, die uns wichtig sind, Gemeinsamkeit und die Gewißheit des wiederkehrenden Lichtes zu feiern:

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