Die sieben Gaben des Druidentums

„Manchen mag das Druidentum auf den ersten Blick nur als altertümliche Schrulligkeit, als seltsame Erinnerung an eine ferne Vergangenheit erscheinen.
Wenn wir uns aber die Zeit nehmen, näher hinzusehen, werden wir eine Schatztruhe finden, die nur darauf wartet, geöffnet zu werden.
Und in dieser Truhe finden wir mindestens sieben Gaben, die das Druidentum der modernen Welt bringt:

Die erste Gabe ist eine Philosophie: eine Sichtweise, die die Heiligkeit allen Lebens betont, sowie unseren Teil im großen Netz der Schöpfung. Sie kümmert sich hingebungsvoll um die Bewahrung und den Schutz der Umwelt und bietet eine Sicht der Dinge, die ökologisch, erd-zentriert, pragmatisch, idealistisch, spirituell und romantisch ist. Geist und Materie werden nicht getrennt – sie bietet eine sinnliche Spiritualität, die das physische Leben feiert.

Die zweite Gabe stellt die Verbindung zur Natur wieder her: mit einer Reihe von Übungen, die uns helfen, uns mit der Natur, unseren Vorfahren, unserem eigenen Körper und unserem Empfinden des Geistes eins zu fühlen, indem wir mit Bäumen, Pflanzen, Tieren, Steinen und Geschichten unserer Vorfahren arbeiten. Acht Jahreskreisfeste helfen uns dabei, uns mit dem natürlichen Rhythmus zu verbinden, geben unserem Leben Struktur im Jahreslauf und fördern ein Gefühl der Verbundenheit mit allen Lebewesen.

Die dritte Gabe bringt Heilung: mit verschiedenen Übungen, die Heilung und Regeneration fördern, durch Nutzen spiritueller und physischer Methoden in einem ganzheitlichen Ansatz, um Gesundheit und Ausdauer zu fördern.

Die vierte Gabe bestätigt unser Leben als Reise: mit Übergansriten für Leben und Tod, zur Segnung und Namensgebung von Kindern, mit Hochzeiten und Festen für alle Arten von Initiation, wo es oft hilfreich ist, rituell und symbolisch den Übergang von einem Zustand in den anderen zu markieren.

Die fünfte Gabe öffnet uns für andere Realitäten: mit Techniken zur Erforschung anderer Bewusstseinszustände, anderer Realitäten, und der Anderswelt. Manche dieser Techniken werden auch von anderen spirituellen Traditionen verwendet und umfassen Meditation, Visualisierung, schamanische Reisen und den Einsatz von Zeremonien, Musik, Gesang und Schwitzhäusern, die jedoch fest in keltischer und druidischer Tradition und Bildersprache verankert sind.

Die sechste Gabe entwickelt unser Potential: das heutige Druidentum bietet einen Weg der Selbstentwicklung, der unsere kreativen Potentiale, unsere psychischen und intuitiven Fähigkeiten fördert und so unser intellektuelles und spirituelles Wachstum antreibt.

Die siebte Gabe des Druidenturns ist die Gabe der Magie – sie lehrt die Kunst, sich dem Zauber des Lebens zu öffnen, Ideen in die Tat umzusetzen, und wie die Suche nach Weisheit, Heilung und Inspiration zum Ziel führen kann.

Wenn Du Dich für den Weg des Druiden entscheidest, wirst Du feststellen, dass Du eine Reise begonnen hast, bei der alle dieser sieben Gaben erforscht werden – und der Dir zeigt, wie Du für Dein Leben von ihnen profitieren kannst.“

Quelle und weiterführende Informationen: Feuersprung.de

Wintersonnenwende beim Anglesey Druid Order (ADO), einem weiteren modernen Druiden-Ordner (2016)

An unseren Veranstaltungen zur Langen Nacht der Religionen nehmen regelmäßig die beiden großen Druiden-Orden OBOD und ADF teil. Wer Fragen hat kann sich gern dorthin wenden.

Ár nDraíocht Féin: A Druid Fellowship (ADF) 

„Bärenwald“ – Seedgroup (OBOD)

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