Iseum mit dem Ziegenfisch

Iseum mit dem Ziegenfisch

Wir sind die mit den vielen Göttinnen…

Das Berliner Iseum mit dem Ziegenfisch ist ein Schrein innerhalb der Fellowship of Isis. Es ist nach einem babylonischen Zwitterwesen, halb männliche Ziege, halb weiblicher Fisch, benannt. Ziegenfisch kommt als eines der Tierkreiszeichen in der babylonischen Astrologie vor und ist uns heute unter dem Namen Steinbock bekannt. Der bi-geschlechtliche Aspekt ist also verloren gegangen.

Das  spezifisches Anliegen der FOI ist die Wiederentdeckung und Hervorhebung der weiblichen Aspekte (Divine Feminine) in allen religiösen Traditionen weltweit sowie in der rituellen Praxis. Beides ist in den vielen Jahrhunderten patriarchaler Dominanz marginalisiert worden. Die Fellowship of Isis (FOI) ist daher der Göttin in all Ihren Erscheinungsformen gewidmet, an der Seite der Göttinnen werden jedoch auch die Götter verehrt.

Die Fellowship of Isis steht als internationale spirituelle Bewegung Menschen aller Religionen und spirituellen Traditionen offen. Sie bekennt sich ausdrücklich zu den Grundwerten von Liebe, Schönheit und Wahrheit. Die meisten der rund 35.000 Mitglieder weltweit pflegen naturreligiöse, schamanische, indianische, ägyptische und/oder andere Traditionen – oft aus ihren Heimatländern –  unter den Mitgliedern sind jedoch auch Christen, Buddhisten und Hindus. Der Druid Clan of Dana ist eine Tochterorganisation innerhalb der FOI und ist dem keltisch-druidischen Weg gewidmet. 

Ein Iseum, ein Schrein oder Tempel in der FOI, orientiert sich also nicht zwangsläufig am ägyptisch-hellenistischen Isiskult, er ist mit dem spirituellen Pfad seiner Gründer*innen verbunden. – Die Göttin Isis ist jedoch Schirmherrin und Namenspatronin der Fellowship of Isis.

Die FOI wurde 1976 in Irland gegründet und verbreitete sich von dort in alle Kontinente. Ihre Schwerpunkte sind heute in Irland, Großbritannien und in den USA.  Die Fellowship of Isis ist eine No-Budget-Organisation mit sehr flachen Hierarchien und viel Freiraum für den spirituellen Weg jedes Einzelnen, sie lebt durch das freiwillige Engagement, die spirituelle Verbundenheit und Verantwortungsbereitschaft ihrer Mitglieder und Zentren. Der Schlüssel zum inneren Verständnis der FOI liegt in ihrer Liturgie, weniger in ihrer formalen Struktur.    

In Berlin siehe https://iseum-ziegenfisch.berlin/

International siehe 
http://www.fellowshipofisis.com/  und  https://sites.google.com/site/fellowshipofisiscentral/

Das Manifest bildet die gemeinsame Grundüberzeugung aller Mitglieder der FOI ab.

Das Manifest der Fellowship of Isis

Eine wachsende Zahl von Menschen entdeckt wieder ihre Liebe zur Göttin. Zu Anfang mag diese Liebe nicht mehr sein als eine innere Empfindung. Aber bald beginnt sie zu wachsen; aus ihr wird das Verlangen, der Göttin aktiv bei der Verwirklichung Ihres göttlichen Plans zu helfen. Daher erhalten wir solche Anfragen: „wie kann ich in die Mysterien der Göttin eingeweiht werden? wie kann ich eine engere Verbindung mit ihr erfahren? wo sind ihre nächstgelegenen Tempel und ihre Gläubigen? wie kann ich mich der Priesterschaft der Göttin anschließen?“ und viele andere derartige Fragen.

Die Fellowship of Isis wurde als Reaktion auf solche Anfragen gegründet. Die Mitgliedschaft bietet Möglichkeiten, die engere Verbindung  zwischen der Göttin und dem einzelnen Mitglied, sowohl für sich allein wie auch als Teil einer größeren Gruppe, zu fördern. Es sind Hunderte von Iseen entstanden und  Tausende Menschen in der ganzen Welt beigetreten, seit die Fellowship 1976 von Lawrence, Pamela und Olivia Durdin-Robertson gegründet wurde. Liebe, Schönheit und Wahrheit finden ihren Ausdruck durch eine multi-religiöse, multi-kulturelle und multi-ethnische Gemeinschaft. Das Gute in allen Glaubensrichtungen wird geehrt. Die Fellowship of Isis unterhält keine speziellen Anbindungen.

Die Fellowship ist auf demokratischer Grundlage organisiert. Alle Mitglieder genießen die gleichen Rechte, sei es als Einzelpersonen oder als Angehörige eines Iseums oder Lyzeums. Das Manifest gilt ebenso für die Tochtervereinigungen: das Kollegium der Isis, die Spirale der Adepten, die Spirale der Alchemie, den Noble Order of Tara und den Druid Clan of Dana.

Die Fellowship achtet die Gewissensfreiheit jedes Mitglieds. Es werden keine Gelübde oder Geheimhaltungsverpflichtungen verlangt. Alle Tätigkeiten in der Fellowship sind freiwillig, Mitglieder können ohne Begründung davon zurücktreten. Die Mitgliedschaft ist kostenlos.

Die Fellowship begegnet allen Erscheinungsformen des Lebens mit Ehrfurcht. Auch der Gott wird verehrt. Die Riten schließen jegliche Form von Opferhandlungen aus, sowohl reale als auch symbolische. Die Natur wird geehrt und bewahrt. Die Arbeit des Noble Order of Tara ist der Bewahrung der Natur gewidmet.

Die Fellowship akzeptiert es, in religiöser Hinsicht toleriert zu werden, sie beansprucht keine Ausschließlichkeit. Den Mitgliedern ist es freigestellt, andere religiöse Bindungen zu unterhalten. Die Mitgliedschaft steht allen Menschen jeder Religion, Tradition und Herkunft offen. Kinder sind bei Einverständnis ihrer Eltern willkommen, sie werden  als „Kinder der Isis“ geführt. In die „Tierfamilie der Isis“ können die Haustiere der Mitglieder durch die einzelnen Zentren aufgenommen werden.

Die Fellowship tritt für die Verbreitung von Liebe, Schönheit und Fülle ein. Zur Askese wird nicht ermutigt. Die Fellowship ist bestrebt, Freundlichkeit, übersinnliche Begabungen, Freude und Mitgefühl für alles, was lebt, zu fördern. Der ´Druid Clan of Dana` pflegt die  naturgegebenen übersinnlichen Gaben.

Das College of Isis wurde nach 1.500 Jahren der Unterdrückung wieder zum Leben erweckt. Wie ´Aset Schemsu` [altägypt. für Gefolge der Isis] war die FOI selbst immer auf den inneren Ebenen lebendig. Von diesen inneren Ebenen ist ihre Wiederkehr angeregt worden. Magiergrade können durch die Lyzeen des Kollegiums verliehen werden. Es werden Korrespondenzkurse angeboten. Es gibt keine Gelübde und keine Geheimhaltung. Die Iseen sind die tatsächlichen Herdfeuer der Göttin oder der Göttin und des Gottes, denen sie geweiht sind. Sie werden ebenso wie die Lyzeen registriert Die Tara-Priorate und Dana-Haine werden ebenfalls regelmäßig erfasst. All diese Zentren sind den Mitgliedern der FOI vorbehalten. Alle Mitglieder sind gleichberechtigt und niemandem untergeordnet. Alle arbeiten mit der Göttin – oder der Göttin und dem Gott – ihres eigenen Glaubens. Jedes Wesen, ob Mensch, Tier, Vogel, Baum oder Elementewesen, ist ein ewiger Spross der Heiligen Familie der göttlichen Mutter.

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Übersetzung: Gisela Kranz

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