Gardnerian Wicca

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Der dreifache Mond – ein Symbol der Göttin in ihrer dreifachen Gestalt.

Was ist Wicca? – Von Arion

Ursprünglich war Wicca die Bezeichnung für die Angehörigen einer Hexengemeinschaft, die von Gerald B. Gardner in den 40er/50er Jahren des 20. Jahrhunderts begründet wurde. Heute wird der Begriff Wicca ebenfalls synonym für die Wicca-Tradition mit ihren vielfältigen Strukturen und Liturgien verwendet. Die Mitglieder dieser Tradition verstehen sich alle als Hexen – da es jedoch auch Hexen außerhalb der Wicca-Gemeinschaft gibt, sind nicht alle Hexen gleichzeitig auch Angehörige der Wicca-Gemeinschaft.

Wicca verstehen sich als die Angehörigen einer naturverehrenden Mysterientradition oder eines Mysterienkultes und die einzige Möglichkeit, in die Wicca-Gemeinschaft aufgenommen zu werden, ist die Einweihung in das Mysterium, die Initiation genannt wird. Eines der spirituellen Ziele im Wicca ist die Wiedervereinigung mit den Lebenskräften der Natur und so treffen sich Gruppen von Männern und Frauen bei Vollmond und an bestimmten Feiertagen, um ihre Energie zu wecken und sich mit den Kräften der Natur ins Gleichgewicht zu bringen.

Wicca glauben, dass sich die Götter in der Natur zeigen und aus diesem Grund wird die gesamte Schöpfung als heilig angesehen. Als Ausdruck ihrer naturverbundenen Spiritualität verehren Wicca das Göttliche in seiner männlichen und weiblichen Form, als Gott und als Göttin. Die Göttin ist die Natur selbst und dem animistischen Grundgedanken folgend ist sie daher immanent in jedem Teil der Schöpfung, sei es Mensch, Tier, Pflanze oder auch die unbelebte Natur. Als Göttin des Mondes zeigt sie sich ebenfalls mit ihren drei Gesichtern als Jungfrau, Mutter und weise Alte und sie hat – ebenso wie der Mond – auch ein dunkles Gesicht.

Der Gott ist Ausdruck der Schöpfungskraft – schaffend, erhaltend und zerstörend, ständig im Wandel begriffen, ebenso wie die Natur. Je nach Jahreszeit wird er im Wicca in seinen verschiedenen Formen verehrt: als gehörnter Jäger, Gott des Waldes und der Natur, als strahlender König des Sonne und des Himmels und auch als düsterer Herrscher der Unterwelt und des Todes.

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Die Darstellung der Göttin aus „Die Nebel von Avalon“, 2001

Die Göttin hält alles im Gleichgewicht, Gut und Böse, Tod und Wiedergeburt, das Raubtier und seine Beute. Ohne sie würden Chaos und Zerstörung herrschen. (Filmzitat „Die Nebel von Avalon“).

Die Namen der Götter variieren in den unterschiedlichen Traditionen: Aradia und Cerridwen sind allgemeine Namen für die Göttin, der gehörnte Gott wird mit Cernunnos (der Gehörnte) oder Herne bezeichnet. In einigen Traditionen betrachtet man die Namen der Götter als so heilig, dass sie selbst in den Ritualen nur als „die Herrin“ und „der Herr“ angesprochen werden. Aber wie auch immer Hexen ihre Götter benennen, alle Göttinnen und Götter, auch die anderer Glaubensrichtungen, werden als unterschiedliche Aspekte des universellen göttlichen Geistes verehrt.

Wicca lehrt uns viele Wege, sich mit dem Göttlichen zu verbinden und durch das Eins-Sein mit den Naturkräften in uns und in der umgebenden Welt streben wir nach innerem und äußerem Gleichgewicht mit der Erde und ihren Geschöpfen. Viele Hexen beschäftigen sich ausgiebig mit den Mythen der Vergangenheit, Mysterienspielen, alter Dichtkunst und alten Gesängen. Ein großes ökologisches Bewusstsein und der Schutz unserer Erde ist ein Hauptanliegen in der Wicca-Tradition.

 

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