Bericht von der PFI Konferenz 23. & 24. September in Berlin

Bericht von Bianca Wertheimer, PFI Vorstand, OBOD Ovatin

Monatelange Vorbereitungen, etliche Skype Meetings, Deko-Shopping Trips und kilometerlanger Mailverkehr machten sich bezahlbar:

Vom 23.-24.09.2017 fand im Wartenberger Hof erstmals die Pagan Federation Konferenz in Berlin statt und hatte einiges zu bieten! 10 Vorträge, 3 Workshops, 5 Rituale, 2 Bands, 1 Tanzshow, 2 Lesungen, Infostände, Verkaufstische und ein Feuerwerk – über zu wenig Programm konnte sich definitiv niemand beschweren.

Im Vordergrund der Konferenz standen die Themen Ethik und Celebrancy bzw. Seelsorge.

Vertreter verschiedener paganer Gruppen und Wege wie beispielsweise die Priesterin und OBOD Ovatin Bee Helygen die für Ihren Vortrag aus England, „ADF“ Reverend Ellie Lazzaro aus Frankreich und Ina Cüsters van Bergen vom „Hermetic Temple of Starlight“ aus den Niederlanden angereist waren, berichteten über Ihre Erfahrungen, Ausbildungswege und Umgang mit Herausforderungen wie z.B. psychische Probleme oder Sterbebegleitung.

Selbstverständlich kam auch der Spaß nicht zu kurz.

Die Konferenz wurde am Samstag vormittag mit einem Konzert der Band „Paganland“ aus dem Iran eröffnet, die mit Ihren magisch-mystischen Klängen auch das anschließende Eröffnungsritual einleiteten und beendeten.

Am Abend wurde den Zuschauern in der Göttinnen-Tanzshow von Inara zum Thema „Equinox“ eingeheizt – und das im wahrsten Sinnes des Wortes: „Firebird“ und Hüftschwung, wechselnde Kostüme, Isiswings und Rabenmaske- eine unglaubliche Darbietung!

„Peti Songcatcher & Friends“ spielten im Anschluss an die Show ein 90 minütiges Konzert und besangen in zahlreichen Liedern aus Witchcamps und co. die große Göttin, die Elemente und die Gemeinschaft.

Beendet wurde der Abend mit einem großen Feuerwerk im Innenhof.

Kreativ wurde in den Workshops gearbeitet.

Im Henna Workshop mit Linda Mey erhielten die Teilnehmer Einblicke in die rituelle Bemalung und konnten bereits nach kurzem Üben am Papier ihre eigenen Kreationen auf die Haut bringen. Im Goddess Spirit Doll Workshop, den ich gab, wurden zu entspannter Meditationsmusik Göttinnen Puppen genäht und mit Kräutern, Steinen und persönlichen Wünschen gefüllt. Nach all der entspannten kreativen Arbeit bot der Workshop zum Thema „Kreistänze“ eine wunderbare Ergänzung mit ein wenig mehr Bewegung.

Selbstverständlich wurde auch magisch gewirkt und den Göttern gehuldigt.

Das Eröffnungsritual, dass von der Bärenwald Seedgroup (OBOD) geplant und durchgeführt wurde, lud auch z.B. Vertreter der Reclaiming Gemeinde, freien Hexen, Ordensmagier und Asatru Gruppen dazu ein, aktiv einen Part in der Zeremonie zu übernehmen. Gemeinsam wurden die Elemente, Götter, Geister und Ahnen eingeladen und um den Segen, Führung und Inspiration für die kommenden Tage gebeten.

Über das ganze Wochenende hinweg wurde weitere Zeremonien und Rituale abgehalten – zwei Blots, ein Ritual der Reclaiming Gruppe und ein schamanisches Kurzritual luden zum mit machen, gemeinsamen Erfahren und natürlich auch zum gemeinschaftlichen Singen ein.

Fazit: Für mich war es eine wunderbare Erfahrung zu sehen, wie die paganen Gruppen immer weiter zusammen rücken, sich gegenseitig inspirieren und unterstützen! Das war den Aufwand der Planungen definitiv wert!

Heiden beim 1. Festival der Religionen in Berlin

Übernommen von Sternenkreis.de

festivalderreligionenberlin2016

Am 10. Juli 2016 fand in Berlin das 1. Festival der Religionen statt. Mit dabei waren auch mehrere heidnische Gemeinschaften.

Sinmara Mayfair, die auch mit dabei war, findet lobende Worte für die Beteiligten:

„Eine tolle Teamwork von Heidnischer Gemeinschaft e. V., Verein für germanisches Heidentum e.V., Pagan Federation International Deutschland e.V. und Fuchsfamilie. Hat echt Spaß gemacht zusammen!“

 

 

Sinmara beschreibt, dass die Veranstaltung gut besucht gewesen sei und die Flyer und Infohefte gut weg gingen. Es sei auch möglich gewesen, sehr gute und teilweise auch lange und intensive Gespräche mit den anwesenden Gästen der unterschiedlichen Religionen führen zu können.

Anders als bei der Langen Nacht der Religionen in Berlin, bei der letztes Jahr zum ersten Mal mehrere Pagane Gemeinschaften anwesen waren, fand das Festival in einem einzigen Gebäude statt, so dass direktere Gespräche mit Vertretern der unterschiedlichen Religionen einfacher waren.

Es ist schön zu sehen, wieviel sich an interreligiöser Arbeit in der Hauptstadt tut. Auch dieses Jahr werden einige heidnische Gemeinschaften wieder an der Langen Nacht der Religionen am 17.9. teilnehmen und am Tag darauf findet der erste Berliner Heidentag statt. Zeit also gleich ein ganzes Wochenende in der Hauptstadt zu buchen.

Die Rückkehr des Polytheismus

In einem wunderschönen Video feiert das „AGORA forum des cultures et spiritualités grecques et romaines“ die Rückkehr der polytheistischen Religionen.

Auch der Hellenismus und die römische Religion kehrt zurück und lebt wieder, ebenso der Kemetismus.

Dieser Artikel von 2009 zeigt Bilder des ersten modernen hellenischen Tempels in Thessaloniki, in dem seither wieder Zeremonien gefeiert werden und der Besuchern offen steht.

The first modern Hellenic Temple

In den USA wurde der „New Hellenic Temple Theophania“ in Washington als Religionsgemeinschaft anerkannt.

Mögen noch viele alte heilige Stätten wieder mit Leben erfüllt werden und neue weltweit entstehen!

Lange Nacht der Religionen Berlin 2016

Auch in diesem Jahr wird unter dem Namen „Pagane Wege und Gemeinschaften“ ein Zusammenschluss verschiedener heidnischer und naturspiritueller Vereine, Gruppen und Einzelpersonen an der Langen Nacht der Religionen teilnehmen.

Das Organisationsteam nahm am 20. Januar die Arbeit auf und wird auch für dieses Jahr ein buntes Programm aus Vorträgen, Workshops, Ritualen, Blots und Infoständen anbieten. Über das Programm werden wir hier informieren.

Am Organisationsteam wirken mit:

und Einzelpersonen aus verschiedenen Gruppen und Richtungen.

Der Termin für die Lange Nacht 2016 ist der 17. September 2016.

Wir werden außerdem am 18. September 2016 die Veranstaltung mit einem „Berliner Heidentag“ fortsetzen. Dazu wird auch ein größeres öffentliches Erntedankritual /Herbst-Equinox-Ritual gehören.

Wir freuen uns darauf, auch in diesem Jahr die unterschiedlichen Wege des Heidentums diesmal sogar auf mehreren Veranstaltungen vorzustellen, mit anderen Religionen, spirituellen Pfaden und Weltanschauungen ins Gespräch zu kommen.

Für ein buntes, spirituell und religiös offenes, friedliches und förderliches Miteinander in unserer Stadt!

Weitere Informationen werden auf dieser Website sowie auf der facebook-Seite „Pagane Wege und Gemeinschaften Berlin“ zu finden sein.

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All of us now stand in wonder
As our visions come to pass.
Old Earth Mother and God of Thunder,
Huntress, Weaver, join the dance.
Swell the sound of joyous laughter,
Hear immortal voices roar!
Avalon is risen, is risen, is risen.
Avalon is risen, to fall no more.

Die „Heidnische Gemeinschaft e.V.“ stellt sich vor

hgUnser Weltbild ist zyklisch. Tage, Jahre und auch Leben verlaufen in Kreisen. Die Natur verändert sich im Laufe eines Jahres, im Winter zieht sie ihre Fruchtbarkeit zurück und wird karg, nur um im Frühjahr umso verschwenderischer auszutreiben und neu zu erblühen. Wir versuchen ebenso, unser Leben und unsere Aktivitäten diesem Kreislauf anzupassen und die jeweils wirkenden Kräfte der Götter zu erkennen und aufzunehmen. In der Edda sind die entsprechenden Mythen des Jahreskreises enthalten. Wir rufen die Gottheiten, aber auch die Disen, Naturgeister und die Ahnen an und verehren sie, opfern ihnen Blumen, Früchte oder Speisen und bitten sie um Hilfe und Beistand in unseren Angelegenheiten. Durch die Runen erhalten wir auch Antworten auf unsere Fragen. Die Jahre reihen sich aneinander zu einem Leben, und der Mensch durchläuft in diesem Leben verschiedene Phasen der Reifung. Wir bieten für diese Übergänge in neue Lebensphasen rituelle Begleitung, beginnend mit der heidnischen Wasserweihe zur Geburt eines Kindes über Initiationsriten anlässlich der Aufnahme in die Erwachsenenwelt, später die Ausrichtung einer Hochzeitsfeier bis schließlich zum Bestattungsfest, bei dem sich der Kreis schließt und ein neuer begonnen wird. Die Feste können durch Priester unserer Gemeinschaft abgehalten werden, natürlich kann auch jeder Heide oder jede Heidin sie selbst durchführen und sich hierfür Rat bei uns holen. Die Feste finden im Freien statt, an Plätzen, die aufgrund ihrer Lage, unserer Empfindung und der Überlieferung als besonders kraftvoll gelten dürfen.

Viele Menschen unserer Zeit sind geistig-kulturell entwurzelt. Sie fühlen sich unsicher und wie ein Blatt im Wind, wissen nicht mehr, woher sie kommen und wohin sie ihr Weg führen soll. Sie kennen ihren Platz im Leben nicht, und ihr Dasein kommt ihnen, wenn nicht oberflächliche Aktivitäten und Konsum die Aufmerksamkeit binden, oft leer vor. Diese Entwurzelung führt häufig zu Unsicherheit und zur Angst vor allem Fremden oder, wenn diese Angst auf ein Ziel gerichtet wird, zu einem grundsätzlichen Misstrauen gegenüber Angehörigen anderer Kulturen und der übermäßigen Sorge, dass die eigene Kultur überfremdet wird. Und aus Angst erwächst ja leider oft Intoleranz und Aggression. Wer seine eigenen Wurzeln kennt und seine eigene Kultur pflegt, schöpft daraus die Kraft und das Selbstbewusstsein, auch andere Lebensweisen verstehen und anerkennen zu können und Vielfalt als eine Bereicherung des Alltags und nicht als eine Gefahr zu erleben. Aus diesem Grunde wird in der Heidnischen Gemeinschaft die Überlieferung gepflegt und gelehrt. Wenn der einzelne alte Kulturgüter kennen und den Reichtum seiner Kultur schätzen lernt, wird er in ihr den notwendigen Halt finden, und Toleranz kann entstehen. Der Mensch wird außerdem zu schöpferischer Tätigkeit angespornt und findet in ihr Freude und Bereicherung.

Die Heidnische Gemeinschaft fühlt sich der demokratischen Tradition verpflichtet. Bei unseren heidnischen Vorfahren gab es Thinge, Volksversammlungen, vom großen Stammesthing über kleinere Thingbereiche bis zum Dorfthing, das über die dörflichen Angelegenheiten beriet. Dort wurden Gesetze beraten und abgestimmt. Wo man an viele Götter glaubt, die sich auch untereinander abstimmen müssen, fällt es leicht, entsprechende demokratische Strukturen aufzubauen. Als Beispiele aus der Geschichte sind das heidnische Griechenland zu nennen, das zum Ursprung der Demokratie wurde und Islands Allthing, das aus der heidnischen Volksversammlung entstand und als das älteste Parlament der Welt gilt. Die Heidnische Gemeinschaft unterstützt die Forderung nach mehr Demokratie in allen Bereichen und distanziert sich von totalitären Obrigkeitssystemen. Jeder soll an allen Entscheidungen mitbeteiligt sein. Die Freiheit des Einzelnen ist ein hohes Gut und hört erst da auf, wo die Freiheit anderer eingeschränkt werden soll.

Auszug aus unserem Infoheft, das bei uns kostenlos zu erhalten ist.

Heidnische Gemeinschaft e.V.
Postfach 370 451
14134 Berlin

E-Mail: kontakt@heidnische-gemeinschaft.de
Internet: www.heidnische-gemeinschaft.de

Das Infoheft ist auch auf unserer Seite als PDF -Datei (siehe Link) erhältlich. http://www.heidnische-gemeinschaft.de/ueber-uns.html

Weitere Veranstaltung in Berlin: Voenix liest

gehoernterGleich nach der Langen Nacht der Religionen geht es weiter:

Der Autor, Künstler und Mythenforscher Voenix stellt sein Werk „Der Gehörnte – auf der Suche nach einem der ältesten Archetypen der Menschheit“ vor.

30. August, 14:00 bis 19:00 Uhr, Wartenberger Hof

Dauer der Veranstaltung mit Lesung und Ritual ca. 5 Stunden

Eintritt kostenfrei.
Anmeldung vorab erwünscht

 

Weitere Informationen zum Event

Verdandihilfe – Polytheistischer Beistand

Ein weiteres Projekt ensteht in Zusammenarbeit verschiedener heidnischer und paganer Vereine, Organisationen und Einzelpersonen.

Wir geben hier den Gründungsaufruf der „Verdandihilfe – Polytheistischer Beistand“ bekannt. Es werden noch engagierte Menschen gesucht, die sich am Aufbau des Projektes beteiligen:

Verdandihilfe – Polytheistischer Beistand

ist eine Privatinitiative von Leuten aus verschiedenen naturreligiösen Richtungen in Deutschland. Entstanden ist diese Initiative aus der Erkenntnis, dass es ein Bedürfnis nach freundschaftlich-spiritueller Unterstützung für naturreligiöse Menschen gibt, die sich in einer Krankheitskrise befinden.

Die Schutzherrin unseres Netzwerks ist Verdandi, eine der drei Nornen, die am Fuße des Weltenbaumes Yggdrasil sitzen und das Schicksal der Menschen bestimmen. Die erste Norne Urd spinnt den Lebensfaden, die zweite Norne Verdandi verwebt ihn zum persönlichen Lebensgeflecht und die dritte Norne Skuld schneidet den Lebensfaden ab, wenn die Zeit gekommen ist. So wie Verdandi die Lebensfäden der Menschen zu einem Ganzen verwebt, so möge sie auch unser Netzwerk behüten und inspirieren.

Wer sind wir?

Wir kommen aus verschiedenen naturreligiösen Gemeinschaften und Vereinen, darunter der Verein für germanisches Heidentum, die Heidnische Gemeinschaft, die Reclaiming-Gemeinschaft, der Eldaring und die Pagan Federation International Deutschland.

Obwohl etliche von uns Profis im medizinischen oder therapeutischen Bereich sind, verstehen wir uns als eine spirituelle Privatinitiative unter Freunden, die keinesfalls eine ärztliche Behandlung oder Psychotherapie ersetzen kann und soll.

An wen richtet sich das Angebot?

Die Zielgruppe unserer Initiative sind Leute, die sich als naturreligiös, pagan oder heidnisch verstehen und sich in einer Situation befinden, in der sie seelische Unterstützung aus der Perspektive ihres Glaubens brauchen. Für den Anfang beschränken wir unser Hilfsangebot auf Situationen von Krankheit, Sterben und Tod.

Was bieten wir an?

Wir hören zu. Wir geben Mitgefühl. Wir kommen ins Krankenhaus. Je nach Bedürfnis bieten wir ein Gebet, einen tröstenden Text, ein kleines Ritual, eine Meditation oder ähnliches an.

Wie finde ich Beistand?

Beginn ab Januar 2016.

Schreibe eine Email an info@verdandihilfe.de. Gib deinen Namen, deine Emailadresse und deinen Wohnort an. Beschreibe kurz, worum es bei dir geht und ob du Unterstützung in einer bestimmten spirituellen Tradition möchtest. Deine Anfrage wird an mögliche Kontaktpersonen weitergeleitet und du wirst innerhalb kurzer Zeit Antwort erhalten.

Was kostet die Verdandihilfe?

Wir sind ein Netzwerk von Ehrenamtlichen. Unsere Arbeit ist kostenlos. Nur wenn Sachkosten oder Reisekosten entstehen, müssen diese erstattet werden.

Wer kann mitmachen?

Wir brauchen dringend noch mehr Leute zur Mitarbeit und freuen uns über alle, die sich beteiligen wollen!

Bei Interesse bitte eine Email an info@verdandihilfe.de schicken!

Website: www.verdandihilfe.de

„Denn mein Gesetz ist Liebe.“ – Wir grüßen den Christopher Street Day in Berlin!

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Bild: Wiccan Teachings (via twitter)

Herzlichen Glückwunsch an die amerikanische Queerbewegung, ja an das ganze Land – die gab es gestern und gibt es heute von den meisten paganen Organisationen und Vereinen.
Diesen Glückwünschen schließen wir uns an und grüßen den gerade startenden Christopher Street Day in Berlin!

Sicher, es gibt auch unter naturreligiösen und paganen Gruppen und Vereinigungen alle Haltungen und Überzeugungen. Doch für die meisten gilt, dass die Wahrhaftigkeit der Liebe zählt und die Treue zu den Göttern und Wesenheiten, welche Namen wir für sie auch verwenden.

Auch Projekte zur Inklusion gibt es in verschiedenen paganen Richtungen. Ich empfehle dazu den aktuellen Artikel auf Sternenkreis.de:

Pagane Inklusion

Außerdem:

„Gleiches Recht für alle Bürger“ – Erklärung des Eldaring e.V.
A Victory for Equality
Freedom Prayer for Marriage Equality (Selena Fox,Senior Minister & High Priestess, Circle Sanctuary)
COG, ADF an Prominent Pagans On Same Sex Marriage (bereits 2013)

 

Fritzlar 2014 – Das Treffen jährt sich

Voenix (Tomas Voemel), der auch bei unserer Veranstaltung Pagane Wege und Gemeinschaften zur Langen Nacht der Religionen dabei sein wird, hat aus diesem Anlass ein Interview gegeben.

fritzlar 2014

Der Text:
Heute vor genau einem Jahr stand ich mit etwa 170 von Euch auf dem Domplatz in Fritzlar, weshalb ich mich an dieser Stelle noch einmal für Euer Kommen bedanken möchte!
Und da wir das Ganze im Juni 2016 noch mal wiederholen wollen, hier ein tagesaktuelles Interview zum Thema, das Ines Lüders vom VFGH mit mir führte:

 

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Im Ortskreis Fritzlar soll bis ins Jahre 724 eine uralte, dem Germanengott Donar geweihte Eiche gestanden haben, die der ansässigen Bevölkerung als sichtbares Heiligtum ihres alten Glaubens diente. In besagtem Jahr wurde diese Eiche (angeblich eigenhändig) von einem Bischof Namens Bonifatius gefällt, der die Bevölkerung dafür hatte zusammenrufen lassen, um ihr vor Ort die Macht des neuen Glaubens zu demonstrieren. Als die Eiche gefallen war, ließ Bonifatius aus ihrem Holz eine kleine Kapelle bauen, um die herum ein Benediktiner-Kloster entstand, die Keimzelle der späteren Stadt Fritzlar, deren offizielle Gründung noch im selben Jahr erfolgte.

Anlässlich ihrer offiziellen Stadtgründung vor 1275 Jahren, haben die hiesigen Stadtväter dieses Jubiläum im Jahre 1998 mit einem Kunstprojekt begangen, für das der Kulturverein Fritzlar e.V. den Stuttgarter Bildhauer Ubbo Enninga gewinnen konnte. Dieser schuf darauf eine Bronzeplastik, die am 05. Juni 1999 – dem Tag des Heiligen Bonifatius – auf dem Domplatz offiziell eingeweiht wurde.
Da es nun recht genau 3 Jahre her ist, seit die Versammlung „Heiden vereinigt euch“ in Fritzlar vor dem hiesigen Dom das erste Mal stattfand, auf der Heiden aus ganz Deutschland zusammenkamen, um dort vor dem Denkmal Gesicht für ihren alten Glauben zu zeigen, ein paar Fragen an den Initiator Voenix.

1.) Für die (ganz wenigen) die dich noch nicht kennen sollten, beschreibe doch mal kurz deinen „heidnischen Werdegang“.

Mein bürgerlicher Name lautet Thomas Vömel. Ich bin derzeit 47 Jahre alt, arbeite als Künstler und Autor und veröffentliche meine Arbeiten unter dem Pseudonym Voenix. Über die Erforschung der Mythen kam ich Anfang der 1990-er Jahre zum Heidentum, wobei mein Hauptaugenmerk bislang vor allem auf der nordisch-germanischen Mythologie liegt. Weiter bin ich Geschichtensammler, Naturliebhaber, Sportler, Kunsthandwerker und begeisterter Comiczeichner. Darüber hinaus bin ich für andere Menschen schon mal Ratgeber und Seelenbegleiter und arbeite zeitweise als Ritualleiter oder Schamane. Außerdem bin ich stolzer Vater einer heute 13-jährigen Tochter mit Namen Alruna. 2011 habe ich mich entschlossen, aus dem stillen Künstler-Kämmerlein herauszutreten, um auf diesem Wege das Heidentum etwas mehr in die Öffentlichkeit zu tragen.

Mehr lesen

„Wikinger Hochzeiten sind populär“

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Viking weddings are popular

Ich gebe mal ein Zitat wieder:

„There has been a massive increase in demand for same-sex wedding ceremonies in the last year, an explosion really,” says Hilmar Örn Hilmarsson, Pagan high chieftain of The Old Nordic Pagan Association, Ásatrúarfélagið, in Iceland. A big part of which he says are foreign citizens looking for an alternative wedding. “The pagan believe is very inclusive and we are open to all opinions,” he points out. “So we welcome all, gay or straight, Icelandic or foreign.“

(Übersetzung: Im letzten Jahr hat es einen massiven Anstieg bei den Anfragen nach gleichgeschlechtlichen Eheschließungen gegeben, geradezu eine Explosion“, sagt Hilmar Örn Hilmarson, Pagan High Chieftain der Old Nordic Pagan Association, Ásatrúarfélagið, in Island. Ein großer Teil dieser Anfragen kommt von Bürgern aus dem Ausland die nach einer alternativen Hochzeit suchen. „Der pagane Glaube ist sehr inklusiv und wir sind für alle Lebensweisen offen,“ betont er. „Daher heißen wir alle willkommen, schwul oder hetero, Isländer oder Fremde.“)

Ein Paar aus Australien hat ihre Hochzeit und den Grund ihres Entschlusses in einem sehr schönen Video dokumentiert, das am Ende des Artikels zur Verfügung steht.

Wer noch mehr über pagane Hochzeiten und Eheschließungszeremonien erfahren möchte, dieser Artikel von Patheos fasst verschiedene Elemente zusammen:

„Handfastings & Weddings: A Guide“

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